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Eurofighter-Hersteller arbeiten nach Qualitätsproblem an Lösung

dpa-AFX

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Nach dem Fertigungsfehler am Eurofighter-Kampfjet hat das Herstellerkonsortium rasche Abhilfe zugesichert. "Das ist ärgerlich und unsere Kollegen von BAE Systems in England arbeiten hier an einer Lösung, die kurzfristig verfügbar sein wird", sagte der Chef der Rüstungssparte Airbus Defence & Space, Bernhard Gerwert, dem "Handelsblatt" (Donnerstag). Das Verteidigungsministerium hatte die Beschaffung der Jets wegen des Problems vorerst gestoppt.

Konkret gehe es um Bohrlöcher am Heck des Flugzeugs, deren Abrundung nicht exakt den Bauvorschriften entspreche, sagte Gerwert. "Die Flugsicherheit und operationelle Einsatzfähigkeit des Eurofighters ist dadurch aber in keiner Weise beeinträchtigt", bekräftigte der Manager. Für die Abnahme weiterer Flugzeuge sei mit BAE Systems, der Beschaffungsagentur Netma und dem Verteidigungsministerium ein klarer Fahrplan festgelegt. "Ich gehe daher nicht von größeren Lieferverzögerungen aus", so Gerwert.

Der Eurofighter ist ein Mehrzweckkampfflugzeug, das von Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien in Gemeinschaftsproduktion gebaut wird. Mit seinen Partnern will Airbus in den kommenden anderthalb Jahrzehnten 300 Eurofighter-Kampfjets verkaufen. Weltweit würden binnen 10 bis 15 Jahren voraussichtlich 800 bis 900 Kampfflugzeuge nachgefragt, sagte Gerwert. "Wir als Eurofighter-Konsortium wollen davon rund ein Drittel."

Das Konsortium braucht dringend Aufträge von Staaten außerhalb Europas, um die Endfertigung bei Airbus in Manching bei Ingolstadt über das Jahr 2018 hinaus aufrechterhalten zu können. Nachdem Kuwait beim Eurofighter-Konsortium nun 28 Maschinen kaufen will, zeigt sich Gerwert zuversichtlich, "dass wir in Folge von Kuwait weitere Exporterfolge haben werden". Zuvor hatten mehrere Nationen Konkurrenzmodelle wie die schwedische Gripen des Herstellers Saab und die französische Rafale von Dassault dem Eurofighter vorgezogen./csc/stw/DP/stb

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Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachter in Deutschland: Seit mittlerweile 49 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen, TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Außerdem ist im Frühjahr 2013 der neue Internet-Kanal KUTZER-TV auf Sendung gegangen.

Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur. Er betrachtet es als seine vorrangige Aufgabe, die Vermittlung von Wissen über die Zusammenhänge des Sparens und Anlegens zu unterstützen. Dabei ist der „Marktmensch“ ein bekennender Marktwirtschaftler, der mit großer Skepsis die zunehmende Regulierung der Märkte durch die Politik auf nationaler und europäischer Ebene betrachtet.

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