Eurogruppen-Chef Centeno lässt zweite Amtszeit offen

Reuters

Berlin (Reuters) - Eurogruppen-Chef Mario Centeno lässt offen, ob er im Juli für eine zweite Amtszeit antritt.

Diese Frage werde er "näher an diesem Datum entscheiden", sagte der Portugiese der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe). Zu Gerüchten, er könne auch neuer Gouverneur der Notenbank Portugals in seiner Heimat werden, wollte sich Centeno laut "SZ" nicht äußern. Der Eurogruppen-Chef organisiert die monatlichen Beratungen der Euro-Finanzminister und lotet Kompromisse in Streitfragen aus. Centeno wurde Ende 2017 gewählt und hatte das Amt im Januar 2018 vom Niederländer Jeroen Dijsselbloem übernommen. Der Posten wird jeweils für zweieinhalb Jahre vergeben.

Mit Blick auf die geplante, umstrittene EU-Einlagensicherung für Sparer sagte der portugiesische Finanzminister, er schätze, dass sich die Verhandlungen darüber bis zum Ende der Amtszeit der neuen EU-Kommission 2024 hinzögen. Ein Abschluss bis dahin wäre "ein Erfolg".

Größte Schwierigkeit als Chef der Euro-Finanzminister sei, dass ständig in einem der 19 Länder Wahlen anstünden oder Regierungen wechselten. "Bei fast jedem Treffen heißen wir neue Finanzminister willkommen." Oft müsse er daher Entscheidungen oder Diskussionen verschieben, denn die politischen Zyklen in den Staaten seien nicht aufeinander abgestimmt. Während in einigen Ländern frisch gewählte Regierungen an der Macht seien, die reformfreudig seien, gebe es immer auch Minister, die kurz vor Wahlen stünden und eher vorsichtig agierten.

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