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Europäische Zentralbank liefert

DEKA
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Wochenrückblick: Nachdem sich das britische Parlament zu Beginn der vergangenen Woche theatralisch in die Zwangspause verabschiedet hatte, bekam die Europäische Zentralbank am vergangenen Donnerstag bei ihrem Zinsentscheid die ungeteilte Aufmerksamkeit der Märkte – und sie lieferte. Der ohnehin schon negative Einlagensatz wurde um weitere zehn Basispunkte gesenkt. Um die Banken zu entlasten, wird ab Ende Oktober eine Staffelung des Einlagensatzes eingeführt. Zudem kauft die Europäische Zentralbank ab November wieder Anleihen, und zwar zeitlich unbegrenzt. Die EZB blieb sich bei der Begründung der zusätzlichen geldpolitischen Maßnahmen treu und verwies vor allem auf den schwachen Wachstums- und Inflationsausblick für die Eurozone. Die Aktienmärkte haben das Maßnahmenpaket mit Kursgewinnen quittiert, die Rentenmärkte hatten sich allerdings wohl mehr erhofft – die 10-jährigen Bundrenditen stiegen an. Zum Wochenauftakt richtete sich der Fokus auf die Ölpreise, die nach dem Anschlag auf die größte Ölraffinerie Saudi-Arabiens am Wochenende um etwa 10 % angestiegen sind. Mit einem akuten Versorgungsengpass ist zwar nicht zu rechnen, aber der Ölpreis könnte für längere Zeit mit einer spürbaren Risikoprämie belastet bleiben

Aktien: Zunächst dürften geopolitische Risikofaktoren die Kurse an den Aktienmärkten beeinflussen. Auf der einen Seite belastet der Anschlag auf die Ölraffinerie in Saudi-Arabien, was die allgemeine Risikowahrnehmung ansteigen lässt. Auf der anderen Seite erhält der Markt aufgrund des etwas konstruktiveren Ausblicks auf mögliche Handelsgespräche zwischen den USA und China eine gewisse Unterstützung. Von Unternehmensseite ist mit keiner geplanten Berichterstattung zu rechnen. Im Vorfeld der Berichtssaison für das dritte Quartal könnten allerdings vereinzelte Gewinnwarnungen bekanntgegeben werden. Aufgrund der bereits stark reduzierten Gewinnerwartungen der Analysten sollte von diesen Gewinnwarnungen jedoch kein großer Markteinfluss mehr ausgehen.

Renten: EZB-Präsident Draghi ist es ein letztes Mal gelungen, die Märkte auf der "dovishen" Seite zu überraschen. Allerdings hat die positive Reaktion der Rentenmärkte hierauf nur kurz angedauert, denn schnell wurde klar, dass die EZB inzwischen die Grenzen der Wirksamkeit erreicht oder gar überschritten hat. Am Geldmarkt wurden daraufhin die Erwartungen an weitere Zinssenkungen zurückgenommen, und auch am langen Ende der Zinskurve sind die Renditen nach oben angepasst worden. Der Marktfokus wandert nun auf die andere Seite des Atlantiks, wo bei der US-Notenbank Fed am Mittwoch dieser Woche eine Zinssenkung um 25 Basispunkte als gesetzt gilt.

Rohstoffe: Im Lauf der vergangenen Woche war noch eine Abwärtstendenz bei den Rohstoffpreisen zu beobachten gewesen. Dies änderte sich am Wochenende schlagartig mit dem Drohnenangriff auf die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien, dem bedeutendsten Exportland für Rohöl. Derzeit fällt (mit ca. 5,7 Mio. Barrels) fast die Hälfte der täglichen Ölfördermenge Saudi-Arabiens aus. Die Reaktion am Ölmarkt zum Wochenbeginn war entsprechend kräftig. Nun wird es darauf ankommen, wie schnell die Ölraffinerie wieder die Arbeit aufnehmen kann. Wir rechnen aber für längere Zeit mit einer spürbaren Risikoprämie beim Ölpreis.

Wochenausblick: In dieser Woche wird die US-Notenbank Fed nahtlos an die Zinssenkung in Europa anknüpfen. Wir erwarten, dass sie am Mittwoch das Leitzinsintervall um 25 Basispunkte auf 1,75 % bis 2,00 % senken und diese Maßnahme als weiteren Versicherungsschritt insbesondere gegenüber globalen Wachstumsrisiken begründen wird. Im Schatten des Fed-Zinsentscheids werden diese Woche die Daten zur Stimmung der Finanzmarktanalysten in Deutschland (ZEW-Konjunkturerwartungen) wohl etwas in den Hintergrund rücken. Im Brexit-Drama gibt es zwar keine angekündigten Termine, mit neuen Wendungen kann jedoch jederzeit gerechnet werden.


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