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Europas Anleger fassen Mut - Dax auf 22-Monats-Hoch

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Die anhaltende Rekordjagd an den US-Börsen hat Europas Anleger mutiger werden lassen.

Europas Anleger fassen Mut - Dax auf 22-Monats-Hoch

Der Dax legte am Dienstagvormittag 1,3 Prozent zu und erreichte mit 13.374,27 Punkten den höchsten Stand seit Anfang 2018. Der EuroStoxx50 stieg um 0,7 Prozent auf 3732 Zähler. Gestützt wurde die Stimmung von der Entscheidung der US-Regierung, den heimischen Firmen bei Geschäften mit dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei eine weitere Schonfrist einzuräumen. "Die Erholung spiegelt die Erwartungen der Händler wider, dass ein Abkommen abgeschlossen werden kann", sagte David Madden, Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets.

Einen konkreten Anlass für den kräftigen Kurssprung habe aber es nicht gegeben, sagte Milan Cutkovic, Marktanalyst vom Brokerhaus AxiTrader. Vielmehr könne ein sogenannter Short Squeeze für den Kursanstieg des Dax verantwortlich sein: Werden Spekulanten auf dem falschen Fuß erwischt, müssen sie sich dabei mit Wertpapieren eindecken, was den Kurs kräftig nach oben treiben kann. "Wir werden aber relativ schnell wieder in eine Phase der Konsolidierung gehen, weil es nichts Konkretes in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China gibt und das Hin und Her anhält."

Die steigende Risikofreude lastete auf dem Goldpreis. Eine Feinunze des Edelmetalls verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 1455,14 Dollar. Auch Anleihen standen auf der Verkaufsliste, die Renditen der zehnjährigen deutschen Titel stiegen auf 0,324 Prozent. Die Renditen reagierten derzeit besonders stark auf Nachrichten zum Handelskonflikt, sagte Lyn Graham-Taylor, Zinsstrategin bei der Rabobank.

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Der Ölpreis gab dagegen den zweiten Tag in Folge nach. Ein Barrel leichtes US-Öl verbilligte sich um 1,2 Prozent auf 56,39 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent kostete mit 61,73 Prozent 1,1 Prozent weniger. "Die jüngsten Nachrichten aus China versprechen zum Handelskonflikt nichts Gutes, und das hat möglicherweise etwas Schwung aus dem Markt genommen", sagte Craig Erlam, Analyt beim Brokerhaus Oanda. Einem Bericht des Senders CNBC vom Montag zufolge zeigte sich die Regierung in Peking zuletzt pessimistisch zu einem möglichen Abkommen.

AUTOWERTE NACH ZULASSUNGSDATEN IM PLUS

Aufwärts ging es für die Autowerte, die 1,4 Prozent zulegten und sich etwas von ihrem schlechtesten Tag seit sechs Wochen erholten. Im Oktober wurden in Europa so viele neue Autos wie seit 2009 nicht mehr zugelassen. Vor allem in Deutschland und Frankreich fielen die Zahlen des Branchenverbandes ACEA gut aus. Allein VW setzte 29 Prozent mehr Fahrzeuge ab als im Vorjahr. Die Papiere legten 1,8 Prozent zu.

Der Branchenindex für die Luftfahrt- Reiseunternehmen gewann 1,6 Prozent, getrieben von dem britischen Billigflieger Easyjet. Die Airline bekommt zwar die höheren Kosten zu spüren und verdiente im abgelaufenen Jahr gut ein Viertel weniger, mit 427 Millionen Pfund lag der Gewinn aber am oberen Rand der eigenen Prognosespanne. Zudem will die Fluggesellschaft ihre gesamten Emissionen kompensieren. "Die Vorausbuchungen sind ermutigend", sagte CMC-Experte Madden.

Um 3,4 Prozent aufwärts ging es auch für die Aktien von TLG Immobilien. Die milliardenschwere Fusion mit Aroundtown kommt einen großen Schritt voran, beide Firmen einigten sich darauf, dass die TLG-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine 3,6 Aroundtown-Aktien erhalten.

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