Für einen optimalen Ausdruck erlauben Sie bitte den Druck von Hintergrundfarben und -bildern

EUWAX Trends am Mittag

EUWAX

Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Dax Jahreshoch USA und China wollen Zölle abbauen

Siemens überraschen positiv

- von Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion -

Zunächst sah es danach aus, als ob der Dax weiter seine Stillhaltetaktik probt. Für Bewegung sorgen aber Meldungen, wonach die Handelsstreithähne USA und China ihre gegenseitigen Strafzölle sukzessive abbauen wollen. Darüber hinaus sorgen Bilanzen für Aufmerksamkeit. Der Dax startet daraufhin freundlich und klettert auf über 13.300 Punkte.

Zwar gibt es auch Berichte, wonach sich die Unterzeichnung des Teil-Handelsabkommens zwischen den USA und China wohl bis in den Dezember verzögern. Doch die Bremswirkung dieser Meldungen war zunächst nur vorbörslich zu spüren. Die Berichtssaison erreicht ihren wöchentlichen Höhepunkt mit Geschäftszahlen von fünf Dax-Konzernen sowie zahlreichen Berichten aus der zweiten und dritten Reihe.

Telekom kürzt Dividende Die Deutsche Telekom profitiert auch im dritten Quartal von guten Geschäften in den USA. Auch das Jahresziel wird leicht angehoben. Trotzdem kappt die Telekom die Dividende und zollt so den Kosten aus der 5G Versteigerung Tribut. Statt 70 Cent soll es nur noch 60 Cent geben. Umsatz und Ergebnis steigen um 5%, angetrieben auch durch Zukäufe. Die Fusion der US-Mobilfunktochter T-Mobile US mit dem Konkurrenten Sprint ist offenbar auf einem guten Weg. Anleger reagieren enttäuscht auf die Dividendenmeldung, Telekom sind unter den schwächsten Werten mit 3% Minus.

Lufthansa bereit zur Schlichtung Divide et impera heißt es derweil bei der Lufthansa: Die Airline versucht den Umstand auszunutzen, dass sich gleich drei Gewerkschaften darum rangeln, für das Kabinenpersonal Tarifverträge abzuschließen. Die größte Schlagkraft hat dabei die Gewerkschaft UFO die sich aber durch interne Machtkämpfe selbst geschwächt hat. Zumindest sieht es die Lufthansa so, und verweigert bislang Tarifgespräche. Doch mit dem heutigen Beginn des Streiks knickt die Lufthansa ein, wohl auch, weil die Flugbegleiter gleich doppelt von Gerichten Rückendeckung bekommen haben. Die Lufthansa ist jetzt zu Schlichtungsgesprächen bereit. Außerdem verordnet sie der Tochter Austrian ein Sparprogramm und halbiert die Cargo Flotte. Derweil habe die Lufthansa im wichtigen Sommerquartal nicht so schlecht wie befürchtet abgeschnitten, hieß es aus dem Markt. Am diesjährigen operativen Gewinnziel hält die Fluggesellschaft trotz des Flugbegleiter-Streiks und des Preiskampfes im Europaverkehr fest. Die Aktie ist im frühen Handel mit über 7% Plus Dax Spitzenreiter.

Siemens überrascht positiv Der Technologiekonzern Siemens hat im vierten Quartal einen starken Schlussspurt hingelegt und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis nahmen deutlich zu. Siemens profitiert von guten Geschäften in seiner Digitalisierungssparte sowie der Medizintechniktochter Healthineers. Für das neue Geschäftsjahr blieb das Management wegen der wirtschaftlichen Unsicherheiten vorsichtig, insbesondere für die zyklischen Geschäfte in der Automobil- und Maschinenbaubranche. Die Aktie legte im frühen Handel um 4% zu.

HeidelCement spart gegen schwache Nachfrage Höhere Preise und ein strikter Sparkurs haben den Baustoffkonzern HeidelbergCement im dritten Quartal weiter vorangetrieben. Das hat die geringere Nachfrage kompensiert. Der Umsatz steigt um 2%, etwas weniger als erwartet. Der operative Gewinn steigt mit 12% etwas stärker als erwartet. Die Ziele für das Gesamtjahr 2019 bestätigte das Unternehmen. Die Aktie verliert knapp 1,5% und ist damit einer der schwächsten Werte im Dax.

Munich Re leidet unter Katastrophenschäden Der Rückversicherer Munich Re hat hohe Kosten für Katastrophenschäden im dritten Quartal schultern müssen. Das gelang gut mit hohen Gewinnen aus Finanz- und Währungsgeschäften. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein Gewinn von 864 Millionen Euro und damit 75 Prozent mehr. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote lag mit 104,7 Prozent deutlich über der kritischen 100-Prozent-Marke. Insgesamt summierten sich die Großschäden bei der Munich Re in den drei Monaten auf 981 Millionen Euro, fast zwei Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Wie bereits Mitte Oktober angekündigt, ist die Münchener Rück auf gutem Weg, das Gewinnziel von 2,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr zu übertreffen..

Börse Stuttgart TV

Bitcoin ist vergangenen Woche Achterbahn gefahren runter auf 7.400 USD dann wieder rauf auf 9.900 USD. Krypto Experte Markus Miller bleibt bei seinem Credo: Alles gut, alles erklärbar, bleibt cool, keine Panik - Sprechen wir lieber über die positiven Signale aus China, die Chancen des Halvings und das Potenzial von Ethereum.

Video unter folgendem Link anschauen: https://youtu.be/RLIYlB9hLmc

Euwax Sentiment Index

Der EUWAX Sentiment Index, das Stimmungsbarometer der Börse Stuttgart, lag am Vormittag in der Spitze mit 60 Punkten deutlich im Minus. Anleger setzten auf einen schwächeren Dax. Der Dax aber blieb stark und und gab kaum nach. Short orientierte Derivate Anleger schalten daraufhin einen Gang zurück.

Trends im Handel

So handeln die Privatanleger in Stuttgart heute:

Knock-out-Produkte Infineon Calls WKN MC25E4 (++) Gold Call WKN PX37WR (+/-) TUI Call WKN HZ2C8D (-)

Optionsscheine Rheinmetall Call WKN CP72TR (-) Alibaba Call WKN MF9ZUD (+) Linde Call WKN UY159A (+)

(+) überwiegend Käufe, (-) überwiegend Verkäufe, (+/-) ausgeglichen (++) oder (--) Empfehlung eines Börsendienstes

Disclaimer: Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

Das könnte Sie auch interessieren

Kurs zu Münchener Rück Aktie

  • 254,80 EUR
  • +0,27%
12.11.2019, 17:35, Xetra

onvista Analyzer zu Münchener Rück

Münchener Rück auf halten gestuft
kaufen
14
halten
37
verkaufen
9
61% der Analysen der letzten 6 Monate prognostizieren einen gleichbleibenden Aktienkurs von durchschnittlich 255,20 €.
alle Analysen zu Münchener Rück

Zugehörige Derivate auf Münchener Rück (14.897)

Derivate-Wissen

Sie möchten die Aktie günstiger erwerben?

Mit Discount-Zertifikaten können Sie die Aktie zu einem niedrigeren Preis erwerben.

Erfahren Sie mehr zu Discount-Zertifikaten