Evergrande-Krise bringt Schweizer Börse grössten Kurssturz seit Januar

Reuters

Zürich (Reuters) - Im Sog der Turbulenzen um den hoch verschuldeten Immobilienkonzern China Evergrande ist die Schweizer Börse mit einem Kurssturz in die neue Handelswoche gestartet.

Evergrande-Krise bringt Schweizer Börse grössten Kurssturz seit Januar

Der Leitindex SMI sackte am Montag in der Spitze um 2,4 Prozent ab. Stärker war das Bluechip-Barometer letztmals Ende Januar gefallen. Etwas mehr als eine Stunde vor Handelsschluss notierte der SMI noch um 1,8 Prozent schwächer bei 11.721 Punkten. Das "Angstbarometer" Volatilitätsindex schoss 20 Prozent hoch.

Alle 20 Standardwerte rutschten ab. Regelrecht unter die Räder kamen die Grossbanken: Die Aktien der Credit Suisse brachen um 6,8 Prozent ein und die des Rivalen UBS um 5,9 Prozent. Die Angst vor einem Zahlungsausfall beim zweitgrößten chinesischen Immobilienentwickler und vor einer neuen Immobilienkrise schickte Bankwerte europaweit auf Talfahrt, der Bankenindex fiel um 3,5 Prozent.

Markante Einbussen gab es auch für Richemont und Swatch mit 3,6 und 3,2 Prozent Kursminus. Reiche Chinesen könnten wegen der Evergrand-Krise weniger Geld für Luxusartikel ausgeben, befürchteten Investoren. Auch andere Branchenvertreter wie LVMH oder Dior verloren stark an Wert. Swatch kippt zudem zum Handelsschluss aus dem SMI.

Besser als der SMI hielten sich die Schwergewichte Nestle und Novartis mit Kursabschlägen von 0,7 beziehungsweise 1,1 Prozent.

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15.10.2021, 23:20, BNP Paribas Indikation
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