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Ex-Deutsche-Bank-Händler Bittar zu Haftstrafe verurteilt

Reuters

Ein ehemaliger Starhändler der Deutschen Bank muss wegen Zinsmanipulationen ins Gefängnis.

Christian Bittar wurde von einem Londoner Gericht am Donnerstag zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und vier Monaten verurteilt. Bittar war bekannt geworden, weil er 2009 mit 80 Millionen Euro den höchsten Bonus in der Geschichte der Deutschen Bank zugesprochen bekommen hatte. Der Zinsmanipulationen hatte er sich bereits im März schuldig bekannt.

Bittar soll zusammen mit anderen Händlern von 2005 bis 2009 zum eigenen Vorteil den Euribor manipuliert haben, das europäische Pendant zum Londoner Interbankensatz Libor. Von solchen Zinssätzen hängen Geschäfte und Verträge im dreistelligen Billionen-Volumen ab. Die Deutsche Bank wurde 2015 wegen der Zinsmanipulationen von den amerikanischen und britischen Behörden zu einer Strafe von 2,5 Milliarden Dollar verdonnert.

Der ehemalige Barclays-Händler Philippe Moryoussef wurde zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt. Eine Jury hatte ihn vergangenen Woche für schuldig befunden, zwischen 2005 und 2009 den Euribor manipuliert zu haben. Bei drei weiteren ehemaligen Barclays-Händler hatte sich die Jury vergangene Woche nicht auf ein Urteil einigen können. Das für die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität zuständige britische Serious Fraud Office (SFO) kündigte am Donnerstag an, ein neues Gerichtsverfahren für das Trio anzustreben.

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