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EZB erhöht Inflationsprognose leicht - Weniger Wachstum erwartet

Reuters

Berlin (Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird den hauseigenen Ökonomen zufolge ihr Inflationsziel weiter verfehlen.

Für dieses und nächstes Jahr erhöhten die Experten am Donnerstag zwar ihre Prognose für die durchschnittliche Teuerungsrate auf jeweils 1,7 Prozent, nachdem sie im März noch jeweils 1,4 Prozent vorausgesagt hatten. Die Notenbank steuert einen Wert von knapp zwei Prozent als Optimalwert für die Wirtschaft an. Dieser dürfte auch 2020 mit ebenfalls 1,7 Prozent verfehlt werden.

Die Ökonomen nahmen zugleich ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr zurück. Sie rechnen jetzt mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt der Euro-Zone von 2,1 (bisher: 2,4) Prozent. "Die Unsicherheiten im Zusammenhang mit globalen Faktoren, einschließlich der Gefahr eines verstärkten Protektionismus, sind stärker in den Vordergrund gerückt", sagte EZB-Präsident Mario Draghi. Für 2019 wird weiter ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,9 Prozent erwartet, für 2020 von 1,7 Prozent.

Zu Beginn dieses Jahres ließ das Wachstum im Währungsraum deutlich nach. Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen Januar und März 2018 nur noch um 0,4 Prozent zum Vorquartal zu. In den drei Vorquartalen hatte das Plus noch bei jeweils 0,7 Prozent gelegen.

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