EZB laut Direktorin Schnabel wegen Coronavirus "sehr besorgt"

Reuters

London (Reuters) - Die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus beunruhigt auch die Europäische Zentralbank (EZB).

"Wir alle sind sehr besorgt über das, was gegenwärtig im Hinblick auf die Ausbreitung des Coronavirus passiert", sagte EZB-Direktorin Isabel Schnabel am Donnerstag auf einer Veranstaltung in London. Dies erhöhe in erheblichen Ausmaß die Unsicherheit. Das gelte für die globalen Wachstumsaussichten, "aber natürlich auch für die Aussichten der Euro-Zone", sagte sie.

Für die Geldpolitik sind aus Sicht von Schnabel die möglichen mittelfristigen Folgen der Virus-Epidemie wichtig. "Und gegenwärtig ist das unklar", fügte sie hinzu. Zuletzt nahmen an den Finanzmärkten die Spekulationen auf eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) in diesem Jahr deutlich zu. Am Geldmarkt wird inzwischen fest damit gerechnet, dass die EZB ihren Einlagensatz bis zum Jahresende noch tiefer in den negativen Bereich senkt. Aktuell liegt der Satz bei minus 0,5 Prozent. Ein Minuszeichen bedeutet, dass Banken Strafzinsen zahlen müssen, wenn sie über Nacht bei der Notenbank überschüssige Gelder parken.

Das könnte Sie auch interessieren

Kurs zu Dollarkurs Devisen

  • 0,92 EUR
  • -0,03%
09.04.2020, 06:49, außerbörslich
Weitere Reuters-News
alle Artikel anzeigen

Derivate-Wissen

Können Privatanleger mit Devisen handeln?

Ja, Privatanleger haben die Möglichkeit mit Derivaten an der Entwicklung von Devisenkursen zu partizipieren.

Erfahren Sie mehr