Fastly, The Trade Desk & Pinterest: 3 Verliereraktien im Quick-Check!

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Fastly, The Trade Desk & Pinterest: 3 Verliereraktien im Quick-Check!
Crash: Blick in den Abgrund Korrektur Börsencrash Aktiencrash

Die Aktien von Fastly, The Trade Desk und Pinterest besitzen allesamt eine Gemeinsamkeit: Sie sind im Rahmen der aktuellen Quartalsberichtssaison teilweise erheblich unter die Räder gekommen. Oder, man könnte auch sagen: Sie zählen jetzt kurzfristig zu den Verliereraktien.

Doch haben sie ihren Ruf verdient? In einigen Fällen könnte die Antwort definitiv „Nein“ lauten. Riskieren wir daher einen Blick auf die aktuellen Zahlenwerke. Sowie darauf, was wir zur Bewertung der Unternehmen und der Aktien wissen sollten.

Fastly-Aktie: Schwächeres Wachstum

Zugegebenermaßen hat die Fastly-Aktie im Rahmen der Quartalsberichtssaison die Investoren wirklich ein wenig enttäuscht. Im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres 2021 kletterten die Umsätze gerade einmal um magere 35 % auf 85 Mio. Euro. Das hat nicht ausgereicht, um die im Vorfeld überaus ambitionierte Bewertung zu rechtfertigen. Trotzdem gibt es weiterhin Highlights mit Blick auf das Zahlenwerk. Beispielsweise die konsequent hohe Net Retention Rate von über 130 %, die zeigt: Die Kunden, die Leistungen beziehen, geben konsequent mehr Geld bei dem Unternehmen aus.

Wenn wir die fundamentale Bewertung in den Fokus rücken, fällt uns jetzt nach einer Korrektur von zeitweise über 60 % eine Marktkapitalisierung von 4,8 Mrd. US-Dollar auf. Auf Basis des ersten Quartals liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis damit bei ca. 14,1, was inzwischen deutlich preiswerter ist. Selbst ein moderates Wachstum könnte jetzt dieses Bewertungsmaß rechtfertigen. Weitere Großkunden, höhere Datenvolumina oder auch das Beweisen der technologischen Marktführerschaft im Markt der Content Delivery Networks könnten ein höheres Bewertungsmaß rechtfertigen. Wobei die Fastly-Aktie vermutlich auf absehbare Zeit volatil bleiben dürfte.

The Trade Desk: Erwartungen erfüllt, aber …

Die Aktie von The Trade Desk hat die Erwartungen im Rahmen der Quartalsberichtssaison eigentlich erfüllt. Das Unternehmen konnte Umsätze in Höhe von 219,8 Mio. US-Dollar ausweisen. Ein Wert, der sogar leicht über der eigenen Erwartungshaltung gelegen hat. Trotzdem führte das zu einer deutlichen Korrektur der Aktie. Weder die Prognose mit Umsätzen in einer Spanne zwischen 259 und 262 Mio. US-Dollar noch ein Aktien-Split reichen aus, um die Wogen zu glätten. Zumindest für den Moment. The Trade Desk ist außerdem weiterhin mit einem Nettogewinn von 22,6 Mio. US-Dollar profitabel. Eigentlich sehr solide Wachstumszahlen.

Der Knackpunkt könnte jedoch auch hier die fundamentale Bewertung gewesen sein. Mit Blick auf eine aktuelle Marktkapitalisierung in Höhe von 24 Mrd. US-Dollar bedeutet das auf Basis des ersten Quartals ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von ca. 27,3. Wobei sich dieser Wert konsequent relativiert. Das erste Quartal ist immer etwas schwach, das vierte Quartal des letzten Geschäftsjahres 2020 konnte Umsätze von über 300 Mio. US-Dollar ausweisen.

The Trade Desk besitzt weiterhin Potenzial im Markt der digitalen Werbung. Im letzten Quartal konnte das Unternehmen beispielsweise fuboTV von den eigenen Leistungen überzeugen. Damit baut das Management die Marktmacht im Streaming-Segment aus. Programmatische Werbung ist ein Megatrend-Wachstumsmarkt, in dem das Unternehmen vermutlich noch an der Oberfläche kratzt. Oder aber kratzen könnte.

Pinterest: Eigentlich ein gigantisches Wachstum

Zu guter Letzt hat die Aktie von Pinterest ebenfalls stark nachgegeben, wobei der Auslöser die Quartalszahlen zu sein schienen. Mit einem Umsatzwachstum in Höhe von 78 % auf 485,2 Mio. US-Dollar und der prognostizierten Umsatzwachstumsrate von 105 % im zweiten Quartal zeigt sich: Die Wachstumsgeschichte ist absolut intakt. Ja, womöglich nimmt Pinterest sogar an Fahrt auf.

Ist die fundamentale Bewertung eine Baustelle? Eine Marktkapitalisierung in Höhe von 36,4 Mrd. US-Dollar entspricht derzeit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von ca. 18 für das laufende Jahr. Für mich nicht zu teuer, wenn wir das mit den Wachstumsraten vergleichen. Die Pinterest-Aktie ist für mich daher ein potenzieller Kandidat, bei dem der Markt jetzt übertreibt. Zumal das soziale Netzwerk selbst noch viele Wachstumsmöglichkeiten besitzt: Egal ob es die Nutzerbasis ist, die Monetarisierung oder Symbiosen, beispielsweise mit Unternehmenskunden, die in Zukunft relevant sein könnten.

Der Artikel Fastly, The Trade Desk & Pinterest: 3 Verliereraktien im Quick-Check! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von Fastly, Pinterest und The Trade Desk. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Etsy, Pinterest und The Trade Desk.

Motley Fool Deutschland 2021

Foto: Getty Images

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