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Fed-Entscheidung kann Anleger nicht begeistern, Rocket Internet fährt Achterbahn

DEUTSCHE BANK
 

Christian Hendrik Knappe

Das war heute los. Der gestrige Zinsschritt der Fed war vom Markt erwartet worden. Nachdem die Notenbank Ende Juli erstmals seit der Finanzkrise die Leitzinsen als Reaktion auf die Folgen des Handelsstreits zwischen den USA und China, die schwache Inflation sowie die drohende Konjunkturabkühlung gesenkt hatte, folgte nun eine weitere Absenkung um 0,25 Prozentpunkte auf 1,75 bis 2,00 Prozent.
 
Dass diese Maßnahme keine Euphorie am Markt auslösen konnte lag jedoch nicht nur daran, dass sie wenig überraschend kam. Vielmehr dürften sich viele Marktteilnehmer ein deutlicheres Bekenntnis von Fed-Chef Jerome Powell und den anderen US-Notenbankern zu weiteren Zinssenkungen gewünscht haben.
 
Das waren die Tops & Flops. Im DAX überzeugte unter anderem Merck KGaA. Die Aktie des Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzerns kletterte zeitweise um fast 4 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen ist derzeit vor allem angesichts der geplanten Übernahme des US-Halbleiterzulieferers Versum Materials im Fokus. In dieser Woche wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. So meldete Versum am Dienstag, dass der US-Ausschuss für ausländische Investitionen (CFIUS) keine Einwände gegen den Deal hat.
 
Deutlich schlechter lief es heute am DAX-Ende für Wirecard. Die Aktie des Zahlungsabwicklers aus Aschheim bei München verlor zwischenzeitlich über 4 Prozent an Wert. Damit nahmen Anleger Gewinne mit, nachdem das Papier gestern deutliche Kurszuwächse zu verzeichnen hatte.
 
In der zweiten Reihe stand vor allem Rocket Internet im Fokus. Die im MDAX gelistete Aktie der Startup-Schmiede konnte zunächst ein Kursplus von rund 4 Prozent verbuchen, rutschte jedoch später deutlich in die Verlustzone. Zuvor hatte das Unternehmen seine 2019er-Halbjahresergebnisse vorgelegt. Dabei wurde ein Nettogewinn in Höhe von 548 Mio. Euro ausgewiesen. Ein Anstieg von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
 
Das steht morgen an. Zum Ende dieser Woche werden in den USA keine marktrelevanten Konjunkturdaten veröffentlicht. Auch hierzulande sieht die Nachrichtenlage eher dünn aus. Marktteilnehmer müssen sich mit dem Euroland-Verbrauchervertrauen für den Monat September und den deutschen Erzeugerpreisen (August) begnügen.
 
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