Finanzminister Scholz - Digitaler Euro wird kommen

Reuters

Berlin (Reuters) - Bundesfinanzminister Olaf Scholz rechnet fest mit der Einführung eines digitalen Euro.

"Wir sind jetzt auf einem Prozess, der dazu führt, dass er kommen wird. Davon bin ich jedenfalls überzeugt," sagte Scholz am Freitag in Berlin. Bei der Herausgabe von Währungen müsse die staatliche Souveränität gewahrt werden. Daher begrüße er die Schritte der Europäischen Zentralbank (EZB). Deutschland werde die Notenbank aktiv unterstützen. "Europa muss bei digitalem Zentralbankgeld vorne dabei sein und es aktiv voranbringen." Bei digitalem Geld dürfe man sich nicht von irgendwelchen Großkonzernen abhängig machen. "Egal wie sie ihr Pseudogeld nennen," fügte er hinzu.

Die EZB hatte am Mittwoch das Ergebnis einer öffentlichen Konsultation zu einem möglichen digitalen Euro veröffentlicht. Danach steht für die Menschen in der Euro-Zone bei einer Digitalversion der Gemeinschaftswährung die Wahrung der Privatsphäre an erster Stelle, gefolgt von der Sicherheit und einer europäischen Reichweite. Bei der öffentlichen Befragung erhielt die EZB mehr als 8200 Antworten von Bürgern, Unternehmen und Verbänden. Die Notenbank hat bislang noch kein grünes Licht für einen digitalen Euro gegeben. Mitte des Jahres will sie entscheiden, ob ein formelles Projekt gestartet werden soll.

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