Frankreichs Notenbankchef für Eingreifen der EZB gegen Renditeanstieg

Reuters

Paris (Reuters) - Unter den Währungshütern der Euro-Zone werden die Rufe nach einem Einschreiten der Europäischen Zentralbank (EZB) gegen den jüngsten Anstieg der Staatsanleihe-Renditen lauter.

"Insofern diese Straffung unerwünscht ist, können und müssen wir darauf reagieren", sagte Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau am Montag auf einer Veranstaltung der Banque de France. Erster Ansatzpunkt sei, die im Anleihekaufprogramm PEPP angelegte Flexibilität aktiv zu nutzen. Das Programm ist zurzeit die wichtigste Waffe der EZB zur Bekämpfung der ökonomischen Folgen der Pandemie. Es ist mittlerweile auf 1,85 Billionen Euro angelegt. Rund eine Billion Euro des Kaufrahmens ist bislang noch ungenutzt.

EZB-Chefin Christine Lagarde hatte erst kürzlich darauf hingewiesen, dass das Programm den Währungshütern erhebliche Feuerkraft und Handlungsspielräume bei den Käufen ermögliche. Die Renditen langlaufender Staatsanleihen der Euro-Länder hatten sich zuletzt deutlich erhöht. Die EZB blickt mit Sorgen auf die Entwicklung. Denn diese hatte Befürchtungen ausgelöst, die Kreditkosten für Firmen und Haushalte könnten sich dadurch mitten in der Pandemie verteuern.

Die EZB stehe bereit, alle ihre Instrumente anzupassen, sagte Villeroy. Dazu zähle auch, nötigenfalls den Einlagezins zu senken. Am Freitag hatte bereits Griechenlands Notenbankchef Yannis Stournaras angesichts des Anstiegs der Bond-Renditen mehr Tempo bei den Bond-Käufen der EZB gefordert. Die nächste Zinssitzung der EZB findet am 11. März statt.

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