Gazprom & Nord Stream 2: Keine Gefahr

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Bei Gazprom und Nord Stream 2 geht es jetzt um den Betrieb. Der Bau ist fertig, technisch ist die Pipeline in Schuss. Lediglich die Zertifizierung ist das, was noch fehlt. Im Fokus dieser Prüfung steht die Bundesnetzagentur, die grünes Licht geben muss, bevor der Start erfolgen kann.

Gazprom & Nord Stream 2: Keine Gefahr

In der Zwischenzeit dürften die Diskussionen weitergehen. Vor allem im Hinblick auf die aktuelle Versorgungskrise mit Erdgas, das knapp und teuer geworden ist. Ob Nord Stream 2 Abhilfe leisten kann? Jedenfalls nicht, wenn der Betrieb noch hinkt.

Im Endeffekt zeichnet sich jedoch eine positive Einschätzung ab. Vonseiten des Bundeswirtschaftsministeriums gibt es eine positive Äußerung. Was sie heißt? Blicken wir auf Gazprom und Nord Stream 2 und ordnen sie in den größeren Kontext ein.

Gazprom & Nord Stream 2: Keine Gefahr für Energiesicherheit

Wie es zum Dienstag dieser Woche hieß, kommt das Bundeswirtschaftsministerium zu einer wichtigen Einschätzung. Von der Pipeline Nord Stream 2 gehe keine Gefahr für die deutsche oder europäische Energiesicherheit aus. Im Rahmen einer Versorgungsanalyse sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass die Erteilung einer Zertifizierung nicht die Versorgungssicherheit Deutschland oder die von Europa gefährden würde.

Das klingt natürlich positiv, ist jedoch bloß ein Teilergebnis. Wie es weiter heißt, leite das Bundeswirtschaftsministerium diese Ergebnisse der eigenen Analyse an die Bundesnetzagentur weiter. Mit Blick auf die bloße Versorgungsanalyse sei außerdem nicht die Unabhängigkeit des Netzes geprüft worden. Das obliege der Bundesnetzagentur, die jetzt mit Blick auf Nord Stream 2 ihr Zertifizierungsverfahren fortführe.

Dabei dürften die Abhängigkeit und externe Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Unter anderem möglicherweise auch die Belange der Ukraine, die sich als Transit-Staat bereits ins Spiel für eine Beteiligung gebracht hat. Die Prüfung für den Betrieb und die Zertifizierung scheint daher noch Zeit in Anspruch zu nehmen.

Kein Oktober-Start

Damit scheint sich eines abzuzeichnen: Für die Gazprom-Aktie gibt es keinen Oktober-Start von Nord Stream 2. Ursprünglich sah der Zeitplan vor, dass in diesem Jahr und ab dem Herbstmonat das erste Erdgas fließen soll. Rund 5,6 Mrd. Kubikmeter sollten die Pipeline in den kommenden Wochen und Monaten passieren. Allerdings fehlt eben noch das letzte Mosaikteilchen für den Betrieb.

Ob die aktuelle Ausgangslage etwas am Prozess verändert? Möglicherweise mit Blick auf die Dringlichkeit bei der Versorgung mit Erdgas? Oder um die Verhandlungssituation mit Russland zu verbessern? Wir werden es sehen. Mit der Zertifizierung bleibt jedenfalls noch ein regulatorischer Prozess unentschieden, der einen Betrieb im Oktober verhindern dürfte.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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