Gewinn der Bawag schrumpft um mehr als ein Drittel - Zuversicht steigt

Reuters

Wien (Reuters) - Die österreichische Bank Bawag gibt sich nach dem Gewinneinbruch im Corona-Jahr 2020 zuversichtlich für ihre Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr.

Vor allem ab der zweiten Jahreshälfte rechnet das Institut mit dem Beginn einer Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten. "Wir erwarten eine allmähliche Verbesserung im Jahr 2021 und hoffen, dass dieses Jahr ein Sprungbrett für unsere mittelfristigen Ziele in einem normalisierten Umfeld ist", sagte Bankchef Anas Abuzaakouk am Dienstag.

Die Kernerträge sollen im laufenden Jahr um rund zwei Prozent steigen und die zuletzt wegen der Pandemie sprunghaft angestiegenen Risikokosten um mehr als 40 Prozent reduziert werden, erklärte die Bank. 2020 haben die Vorsorgen für Kreditausfälle zu einem Gewinneinbruch um mehr als ein Drittel geführt. Unter dem Strich fiel der Gewinn um 38 Prozent auf 284,2 Millionen Euro. Die operativen Erträge sanken um 68,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Vor Risikokosten schrumpfte das Ergebnis um 58,2 Prozent auf 652,6 Millionen Euro.

Die Anteilseigner von Österreichs viertgrößter Bank sollen von den Einbußen nichts zu spüren bekommen: Die Bawag will weiterhin für 2019 und 2020 eine Dividende von je 372 Millionen Euro zahlen und plant darüber hinaus eine Sonderausschüttung von 88 Millionen Euro. Da die Europäische Zentralbank (EZB) den Banken empfiehlt, bei ihren Gewinnauschüttungen auf der Bremse zu stehen, soll auf der Hauptversammlung am 3. März zunächst nur grünes Licht für eine Dividende von 40 Millionen Euro eingeholt werden. Diese soll noch im ersten Quartal ausbezahlt werden, erklärte die Bank, deren größter Aktionär der US-Fonds Golden Tree ist. Die Ausschüttung der restlichen 48 Millionen Euro werde für das vierte Quartal angepeilt, hieß es.

Die Eigenkapitalrendite (Return on Tangible Common Equity) erwartet die Bawag im laufenden Jahr bei über 13 Prozent. Mittelfristig solle diese Kennzahl auf über 15 Prozent steigen, wurde der Ausblick bekräftigt. Die Kosten-Ertrags-Quote (CIR), die zuletzt um 1,6 Prozentpunkte auf 44,3 Prozent stieg, soll 2021 bei unter 41 Prozent liegen. Mittelfristig soll diese Quote auf unter 40 Prozent gedrückt werden.

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