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Gold: Die Millennials sind schuld

Markus Bußler
Gold: Die Millennials sind schuld

Man muss einiges an Humor mitbringen, wenn man sich derzeit die Erklärungen von Experten durchliest, warum der Goldpreis in den vergangenen Wochen und Monaten so schwach gewesen ist. Die neuste Erkenntnis: Die Millennials sind schuld. Eine ganze Generation hat das Interesse an Gold verloren. Deshalb fällt Gold. Stattdessen kaufen sie lieber Kryptowährungen wie Bitcoin.

Nun, das erklärt sicherlich auch die starke Performance von Bitcoin & Co in den vergangenen Wochen. Doch Spaß beiseite: Auch die Kryptowährungen standen in den vergangenen Monaten deutlich unter Druck, brachen regelrecht ein. Wieso in aller Welt kommt man angesichts einer Entwicklung, die praktisch Hand in Hand geht, auf die Idee, dem angeblichen fehlenden Interesse der Millennials die Schuld am Preisverfall bei den Edelmetallen zu geben? Mal abgesehen davon, dass an den Terminbörsen Goldkontrakte gehandelt werden, die das physische Angebot und die physische Nachfrage um ein Vielfaches überschreiten und für die Preisbildung von weitaus größerer Bedeutung sind als die Frage, ob oder ob nicht eine bestimmte Altersgruppe den Krügerrand interessant findet.

Vergessen wir also das ganze Gerede um Millennials und ihr Faible für Kryptowährungen und wenden uns dem Goldpreis zu. Obwohl wir weiter um die Marke von 1.200 Dollar pendeln, gibt es seit gestern etwas mehr zu sagen:

Der Bereich um 1.190 Dollar hat uns jetzt mehrfach als Unterstützung gedient. Und die Art und Weise, wie Gold sich im gestrigen Handelsverlauf von diesem Tief lösen konnte, könnte ein erstes Indiz dafür sein, dass wir einen Boden bei Gold sehen. Und auch bei Silber. Wir müssen jetzt die Marke von 1.220 Dollar im Blick behalten. Gelingt es Gold, über diese Marke auszubrechen, dann könnte der Zug den Bahnhof verlassen haben. Zwar wird erst bei 1.240/1.267 Dollar die Weichenstellung erfolgen. Doch Anleger sollten die Worte von Avi Gilburt im Hinterkopf behalten: Ein Ausbruch wäre ein Indiz, dass wir die Kurse, die wir jetzt sehen, in unserem ganzen Leben nicht mehr sehen werden.

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Expertenprofil
Markus Bußler Markus Bußler

Markus Bußler schreibt als Redakteur für die Zeitschrift DER AKTIONÄR über Gold, Silber und Rohstoffaktien. Er ist außerdem Chefredakteur des Börsenbriefs GOLDFOLIO und moderiert die wöchentliche Sendung über Rohstoffe auf AKTIONÄR TV. Außerdem ist er Autor des Buchs „Gold – Player, Märkte, Chancen“ und Co-Autor des Buchs „Crashkurs Rohstoffe“. Auf zahlreichen Messen und internationalen Konferenzen hat er sich zudem als Keynote-Speaker zu den Themen Gold, Silber und Minenaktien einen Namen gemacht

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19.11.2018, 22:57, Deutsche Bank Indikation
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