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Gold: Ein gewaltiger Boden

Markus Bußler
Gold: Ein gewaltiger Boden

Wow! Haben Sie in den vergangenen Tagen einmal einen Blick auf die Kurssprünge bei Marihuana-Aktien geworfen? Dort geht es richtig zur Sache. Mittlerweile gibt es Anstiege von 100 Prozent binnen eines Tages, nur damit sich die gleiche Aktie am gleichen Tag wieder halbiert. Das Casino hat Einzug gehalten. Auf Gold oder gar Goldminenaktien achtet aktuell keiner mehr. Mehr noch: Viele werfen komplett das Handtuch.

Dazu gehört auch Vanguard, eine der größten Fonds- und ETF-Gesellschaften der Welt. Vanguard verwaltet einen Precious Metals and Mining Fund der 2,3 Milliarden Dollar umfasst. Doch im vergangenen Jahr musste Vanguard dem schwierigen Umfeld bei den Minenaktien Tribut zollen. 24 Prozent Verlust standen am Ende zu Buche. Grund genug, den Fonds grundsätzlich neu zu strukturieren. Im Juli verkündete die Gesellschaft, man werden in dem Fonds künftig vor allem auf Versorger und Telekommunikation setzen - und die Minenbranche künftig mit rund 25 Prozent untergewichten. Seitdem hat der Fonds massiv Minenaktien verkauft. Das Gute: Die Umstrukturierung soll in diesem Monat abgeschlossen sein.

Nun, auf den ersten Blick scheint es vermessen, einer solchen Entwicklung irgendetwas Gutes für die Minenbranche abzugewinnen. Doch tatsächlich geschehen solche einschneidenden Entscheidungen fast immer am Top oder am Boden eines Marktes. Noch zu Beginn des Jahres, als Lithium und Kobalt haussierten, kündigten Fondsgesellschaften an, Batterie-Rohstoff-Fonds gründen zu wollen. Getrieben von prozyklischen Entscheidungen kamen diese Ankündigungen praktisch auf dem Top des Hypes um Lithium und Kobalt. Im Dezember wurden Futures auf Bitcoin aufgelegt und es gab reihenweise  Anträge auf Zulassungen von Krypto-Fonds. Wir wissen alle, was seitdem mit den Kryptowährungen geschehen ist.

Bei Gold sehen wir gerade das Gegenteil. In Toronto mussten einige Fonds das Handtuch werfen, da die Mittelabflüsse nicht mehr zu bewältigen waren. Vanguard gibt sich ebenfalls geschlagen. Neue Käufer? Fehlanzeige. Doch die Flut an Verkäufen bei den Minenaktien scheint langsam abzuebben. Und einige Minenaktien scheinen eher früher als später ihren Boden einziehen zu wollen.

Nun kann ich Ihnen beim besten Willen nicht sagen, ob wir das Tief bereits gesehen haben. Doch es deutet vieles darauf hin, dass wir bei Gold einen großen Boden ausbilden. Die Bodenbildung, die zum Jahreswechsel 2015/2016 ihren Anfang genommen hat, scheint 2018/2019 zu ihrem Abschluss zu kommen. Und ein solcher Boden deutet darauf hin, dass wir die Kurse, die wir in den vergangenen Jahren gesehen haben wohl nicht mehr wiedersehen und sich in der Depression bei Gold und Silber eine große Kaufchance ergibt.

Foto: Lisa S. / Shutterstock.com

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Expertenprofil
Markus Bußler Markus Bußler

Markus Bußler schreibt als Redakteur für die Zeitschrift DER AKTIONÄR über Gold, Silber und Rohstoffaktien. Er ist außerdem Chefredakteur des Börsenbriefs GOLDFOLIO und moderiert die wöchentliche Sendung über Rohstoffe auf AKTIONÄR TV. Außerdem ist er Autor des Buchs „Gold – Player, Märkte, Chancen“ und Co-Autor des Buchs „Crashkurs Rohstoffe“. Auf zahlreichen Messen und internationalen Konferenzen hat er sich zudem als Keynote-Speaker zu den Themen Gold, Silber und Minenaktien einen Namen gemacht

Kurs zu Goldpreis Rohstoff

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15.10.2018, 22:59, Deutsche Bank Indikation
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