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Gold ist als sicherer Hafen weiter gefragt

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Gold ist als sicherer Hafen weiter gefragt
Eugen Weinberg (Commerzbank AG, Leiter Rohstoffanalyse, CM Research)

Gold ist als sicherer Hafen weiter gefragt und bleibt im Aufwind. Es steigt zeitweise auf 1.290 USD bzw. fast 1.100 EUR je Feinunze und nähert sich damit in USD gerechnet dem Anfang Juni verzeichneten 2017-Hoch. US-Präsident Trump hat die Rhetorik Richtung Nordkorea weiter verschärft. Gestern legte Gold aber auch im Zuge schwacher Produzentenpreise in den USA im Juli zu, die zu einem wieder abwertenden US-Dollar führten. Der im Jahresvergleich geringere Anstieg der Erzeugerpreise könnte ein Vorbote für die Verbraucherpreise in den USA sein, die heute Nachmittag veröffentlicht werden. Sollten auch die Konsumentenpreise im Juli nicht so stark gestiegen sein wie erwartet, dürfte sich dies positiv auf Gold auswirken, da die Fed dann noch zögerlicher mit der nächsten Zinserhöhung werden dürfte. Silber ist gestern zwischenzeitlich fast dreimal so stark wie Gold gestiegen und hat damit gegenüber Gold weiter Boden gut gemacht. Es hat gestern sowohl die charttechnisch wichtige 100- als auch 200-Tage-Linie überwunden, was zu technisch bedingten Anschlusskäufen geführt und den Preisanstieg verstärkt hat. In China wurden Daten des Verbands der chinesischen Automobilproduzenten zufolge im Juli 1,68 Mio. Autos verkauft, 4,3% mehr als im Vorjahr. Auf den ersten Blick scheint es, als wäre der Effekt der Steuererhöhung vom Jahresbeginn mittlerweile ausgelaufen. Der zweite Blick zeigt aber, dass die besseren Autoabsätze mit hohen Rabatten erkauft wurden. Da im letzten Jahr ab September Autokäufe vorgezogen wurden, dürfte die jetzige Dynamik schnell wieder nachlassen. Dies sollte sich auch auf die Nachfrage nach Palladium auswirken.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2VCD5B2V Long Gold Future Faktor: 3
CD5B32CD5B32 Short Gold Future Faktor: -3

Die Ölpreise stehen seit gestern Nachmittag im Zuge einer zunehmenden Risikoaversion unter Druck. Zuvor war Brent auf 53,5 USD je Barrel gestiegen und hatte damit das höchste Niveau seit der OPEC-Sitzung Ende Mai verzeichnet. Aktuell kostet Brent wieder 2 USD weniger. WTI stieg gestern kurzzeitig über die Marke von 50 USD je Barrel und handelt aktuell bei gut 48 USD. Die OPEC hat den durchschnittlichen Bedarf an OPEC-Öl für dieses und für nächstes Jahr leicht auf 32,4 Mio. Barrel pro Tag erhöht, da die Nachfrage etwas höher und das Nicht-OPEC-Angebot etwas niedriger ausfallen soll als bislang unterstellt. Da die OPEC-Produktion im Juli auf 32,87 Mio. Barrel pro Tag gestiegen ist, ist der Markt noch immer reichlich versorgt, so dass der Abbau des Überangebotes nur sehr schleppend erfolgen dürfte. Der Anstieg der OPEC-Produktion war vor allem auf Libyen zurückzuführen. Zudem fiel die Umsetzung der Produktionskürzungen auf 86%. Die Ölminister des Irak und Saudi-Arabiens haben sich gestern zum Kürzungsabkommen bekannt. Beim Irak spricht die magere Umsetzung von 44% aber eine andere Sprache. Die Internationale Energieagentur hat den Bedarf an OPEC-Öl für 2017 und 2018 sogar deutlich reduziert. Grund hierfür war eine Abwärtsrevision der historischen Nachfrageschätzungen. Auch bei der IEA übertrifft die aktuelle OPEC-Produktion den jahresdurchschnittlichen Bedarf, was gegen eine schnelle Markteinengung spricht. Die Umsetzung der Produktionskürzungen fiel laut IEA auf ein neues Tief von 75%. Der Überhang der OECD-Vorräte verringerte sich im Juni auf 219 Mio. Barrel.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV21LUCV21LU Bull Brent-Öl Future Hebel: 9,9
CE9QVYCE9QVY Bear Brent-Öl Future Hebel: 9,8

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18.10.2017, 19:59, Deutsche Bank Indikation
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