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Gold: Nimmt das Comeback langsam aber sicher Formen an?

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Gold: Nimmt das Comeback langsam aber sicher Formen an?

Während die Kursstürze an den Märkten die Anleger am Donnerstag in Atem gehalten haben, hat sich der Preis des gelben Edelmetalls wieder über die Marke von 1.200 Dollar geschlichen. Seit Mitte August hat der Goldpreis schon einige vergebliche Versuche unternommen diese Hürde wieder zu nehmen. Jetzt ist er gelungen.

Strohfeuer oder nachhaltige Zündung?

Charttechnisch hellt sich das Bild damit etwas auf. Wird die Marke von 1.220 Dollar nachhaltig überwunden, dann könnte der nächste Widerstand bei 1.250 Dollar getestet werden. Allerdings ist bei dem Vorhaben noch einige Vorsicht geboten. Seit August haben auch schon viele Experten gedacht der Startschuss wäre gefallen und dann erwies sich die Hürde von 1.200 Dollar als zu hoch. Jetzt ist der Goldpreis allerdings einen klitzekleinen Schritt weiter.

Interesse steigt

Nicht nur der Goldpreis ist gestiegen. Die Anleger scheinen auch wieder ihre Begeisterung für Goldminen-Aktien entdeckt zu haben. Zum Beispiel ist das Wertpapier von Barrick Gold am Donnerstag deutlich angezogen. Innerhalb von einem Monat hat die Aktie fast 30 Prozent an Wert gewonnen. Auch der NYSE Arca Gold BUGS Index, kurz Hui genannt, hat am Donnerstag um etwas mehr als 7 Prozent zugelegt. Er umfasst die Aktien von internationalen Goldproduzenten, die ihre Goldproduktion nicht oder nur in geringem Umfang an den Terminbörsen handeln oder verkaufen. Die Charttechnik deutet auch hier bessere Zeiten an.

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Risiken nicht kleiner geworden

Steigende Zinsen und ein stärker werdender Dollar sind eigentlich kein Umfeld indem der Goldpreis so richtig aufblühen kann. Auch die Ängste an den Aktienmärkten sorgen nicht für eine großangelegte Flucht in Gold. Die Funktion in einer solchen Phase als „sicherer Hafen“ zu gelten, erfüllt Gold schon seit einiger Zeit nicht mehr wirklich. Zuletzt war eher festzustellen, dass Gold sich der allgemeinen Stimmung an den Märkten anpasst. Eine wirkliche Korrelation zwischen der Entwicklung der Aktienmärkte und dem Goldpreis lässt sich daher nicht ausmachen.

Risikogeschmack entscheidet

Ein zartes Pflänzchen keimt aktuell beim Goldpreis, solange allerdings nicht die oben angesprochen Marke von 1.250 Dollar in Angriff genommen wird, können die Bären auch jederzeit wieder das Kommando beim Goldpreis übernehmen.

Von Markus Weingran

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Foto: Lisa S. / Shutterstock.com

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