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Hält die Apathie beim US-Dollar trotz Fed an?

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USD: Der alte Konflikt zwischen dem, was der Markt erwartet, und dem, was die Fed selbst andeutet, ist wieder entbrannt. Dabei geht es nicht um eine für heute erwartete Zinserhöhung, die der Markt vollständig eingepreist hat und deshalb ein Non-Event ist. Für den USD ist vielmehr der geldpolitische Ausblick über den heutigen Tag hinaus entscheidend. Und da sind sich Markt und Fed überhaupt nicht einig, wie die Zinserwartungen bis Ende 2018 zeigen. Über die für heute erwarteten Zinserhöhung um 25 Bp. hinaus erwartet die Fed noch 4 weitere Zinsschritte bis Ende des kommenden Jahres. Der Markt 1-2!

Nachdem die Regierung des US Präsidenten Donald Trump, der heute seinen 71. Geburtstag feiert, bisher keine der erwarteten Maßnahmen zur Unterstützung der Konjunktur auf den Weg gebracht hat, hat der Markt die Hoffnung auf einen Kickstart der Inflation aufgegeben, was ein wichtiger Grund hinter dem pessimistischeren Zinsausblick des Marktes sein dürfte. Bestätigt wird diese Einschätzung durch den deutlichen Rückgang der Kerninflation seit Februar. Vor diesem Hintergrund könnte eine (von unseren Volkswirten nicht erwartete) Überraschung bei den heute Nachmittag veröffentlichten Mai-Inflationsdaten den Dollar stärker bewegen als die Fed-Entscheidung heute Abend selber. Denn die Inflationsdaten könnten den Markt zu einer Neueinschätzung bewegen. Für die Fed wird das dagegen schwieriger. Wenn sie ihren (Zins-)Ausblick senkt, bestätigt sie damit nur die Einschätzung des Marktes, für den es deshalb kaum einen Grund gibt, den USD schwächer zu handeln. Behält sie ihre Einschätzung dagegen bei, könnte das zwar schon fast als falkenhafte Überraschung gewertet werden und den Dollar temporär stützen. Doch dass der Markt ihr plötzlich mehr glaubt, als er es jetzt schon nicht tut, ist unwahrscheinlich.

Ein größeres Potenzial den Markt zu bewegen haben deshalb neue Informationen über das bald geplante Ende der Reinvestitionen aus dem abgeschlossenen QE-Programm der Fed und die damit verbundene Bilanznormalisierung. Allerdings nur, wenn die Fed mit ihrer Kommunikation scheitert. Denn ihr Ziel ist es, die Bilanzreduzierung mit möglichst wenigen Kursauswirkungen am Markt einzuleiten. Ein „Taper-Tantrum“ wie im Jahr 2013 möchte sie auf jeden Fall vermeiden! Und die bisher verhaltenen Marktreaktionen auf Äußerungen der Fed-Notenbanker zu einem baldigen Beginn der Bilanznormalisierung deuten darauf hin, dass ihr das wohl auch gelingen wird. Fazit: Die Fed-Sitzung heute Abend wird spannend! Dass es ihr gelingt, den USD aufzurütteln, kann trotzdem keineswegs garantiert werden.

Produktidee: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE74TZCE74TZ Bull EUR/USD Hebel: 13,7
CV118BCV118B Bear EUR/USD Hebel: 17,0

GBP: Das Pfund konnte gestern seine Verluste des Vortages wieder wettmachen. Für etwas Sicherheit sorgte, dass Theresa May nach einer Entschuldigung für die Wahlschlappe vor ihrer Partei wohl erst einmal als Premierministerin im Amt bleibt. Aber auch die immer lauter werdenden Rufe nach einem weicheren Brexit sollten das Pfund tendenziell stützen. So soll der britische Finanzminister Philip Hammond einem Zeitungsbericht zufolge nun doch einen Verbleib Großbritanniens in der Zollunion unterstützen. Das würde zum einen die Zahl neu zu verhandelnder Abkommen mit Drittländern senken, die Folgen für den Warenhandel abfedern und könnte zudem eine Lösung für die irische Grenze vereinfachen - was nicht unwichtig ist, schließlich muss sich die neue britische Regierung die Unterstützung der nordirischen DUP sichern. Die Brexit-Verhandlungen blieben trotzdem höchst kompliziert - und die Risiken für das Pfund hoch. So wird der für die britische Wirtschaft wichtige (Finanz-) Dienstleistungssektor nicht von der Zollunion abgedeckt. Wenn dann beispielsweise keine tiefgreifende Lösung für den Dienstleistungssektor ausgehandelt werden kann, dürfte sich die Leistungsbilanzposition Großbritanniens verschlechtern - und damit die Abwärtsrisiken für das Pfund aufrechterhalten. Das alles sind aber bisher nur Spekulationen. Denn auch weiterhin fehlen verlässliche Details darüber, was die britische Regierung für den Brexit denn nun genau anstrebt, was auch der Verhandlungsführer der EU, Michel Barnier, kritisiert hat. Ohne eine konkrete Verhandlungsgrundlage und Klarheit darüber, wann die neue Regierung ihre Arbeit aufnimmt und wie diese genau aussieht, dürfte das Pfund seine Wahlverluste erst einmal halten.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV08R6CV08R6 Bull EUR/GBP Hebel: 23,7
CE4K2YCE4K2Y Bear EUR/GBP Hebel: 58,1

NOK: Die Ölpreiskrise ist vorbei! Zumindest vorerst. In der alle drei Monate durchgeführten Umfrage der Norges Bank (Regionale Netzwerk Umfrage) blickten die Unternehmer so optimistisch in die Zukunft wie seit der Zeit vor dem Ölpreisabsturz Mitte 2014 nicht mehr. Die NOK wertete jedoch zu Recht nur verhalten auf. Zwar war die Geldpolitik seit dem Ölpreisabsturz stark darauf ausgerichtet, die konjunkturellen Ausfälle des niedrigeren Ölpreises zu begrenzen. Doch der sich vorsichtig abzeichnende konjunkturelle Aufschwung wird noch nicht so bald dazu führen, dass die Norges Bank schon bald Zinserhöhungen in Erwägung zieht. Im Gegenteil, sie dürfte auf ihrer Zinssitzung kommende Woche eher an ihrer abwartenden Haltung festhalten und sich vor taubenhaften Signalen hüten! Denn das Wachstum bleibt weiterhin anfällig für Ölpreisänderungen und die Inflation dürfte in den kommenden Monaten deutlich unter das Inflationsziel von 2,5% fallen. Der Schub von der lockeren Geldpolitik wird also weiterhin gebraucht und solange sich keine höheren Zinsen abzeichnen und der Ölpreis volatil und niedrig bleibt, gibt es auch wenige Gründe für die NOK deutlich abzuwerten. Vorerst sollte EUR-NOK im Bereich um 9,50 bleiben.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE8KJ5CE8KJ5 Bull EUR/NOK Hebel: 25,4
CV107TCV107T Bear EUR/NOK Hebel: 49,3

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