Ifo - Mehr Kurzarbeiter im Februar - "Aber in Industrie rückläufig"

Reuters

Berlin (Reuters) - Die Zahl der Kurzarbeiter ist nach Schätzungen des Ifo-Instituts im Februar gestiegen.

Sie habe um 100.000 zum Vormonat auf 2,8 Millionen zugenommen, wie die Münchner Forscher am Donnerstag mitteilten. Das entspreche 8,5 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. "Das Bild ist zweigeteilt: Während die Kurzarbeit vor allem in Hotels und Gaststätten sowie im Einzelhandel zunahm, ist sie in der Industrie rückläufig", sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link.

Hotels und Gaststätten haben den Angaben zufolge nach wie vor die meisten Kurzarbeiter - insgesamt 604.000, was 56,8 Prozent der Beschäftigten entspreche. Im Handel dürfte der Anteil mit 14,8 Prozent beziehungsweise 675.000 so hoch liegen wie seit Mai vergangenen Jahres nicht mehr. Vor allem die vom Shutdown betroffenen Unternehmen im Einzelhandel (16,8 Prozent) und Kfz-Handel (14,9 Prozent) würden derzeit weiterhin verstärkt auf Kurzarbeit zurückgreifen.

Im Gegensatz hierzu war in der Industrie ein deutlicher Rückgang der Kurzarbeit auf 7,4 Prozent oder 514.000 Personen zu verzeichnen. Zu Jahresbeginn waren es noch 8,1 Prozent oder 560.000 Menschen. "Seit April 2020 dürfte sich hier der Anteil der Beschäftigten in Kurzarbeit damit ständig verringert haben und nun sogar unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt liegen", so das Institut.

Weitere News

weitere News
Weitere Reuters-News
alle Artikel anzeigen

Derivate-Wissen

Mit Kapitalschutz in den "DAX" investieren?

Mit Garantiezertifikaten können Sie ohne Kursrisiko in den "DAX" investieren.

Erfahren Sie mehr zu Garantie-Zertifikaten