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IKB, Ipex und W & W entgehen EZB

Börsen-Zeitung

Börsen-Zeitung, 28.6.2014

bn Frankfurt - Entgeben bisherigen Erwartungen bleibt der IKB, der KfW Ipex-Bank sowie dem Finanzkonzern W & W eine direkte Beaufsichtigung durch die Europäische Zentralbank (EZB) erspart. Dies geht aus einer aktualisierten Liste hervor, welche die Notenbank am Freitag ohne separate Mitteilung auf ihre Website gestellt hat.

Hatte eine erste Aufstellung vom Oktober vergangenen Jahres noch 24 deutsche Kreditinstitute umfasst, sind es nur mehr 21. Dabei handelt es sich um die Aareal Bank, die BayernLB, die Commerzbank, die DekaBank, die Deutsche Apotheker- und Ärztebank, die Deutsche Bank, DZ Bank, Haspa, HSH Nordbank, Hypo Real Estate, LBBW, Landesbank Berlin, Helaba, die Münchener Hypothekenbank, Nord/LB, die SEB AG, Volkswagen Financial Services, die WGZ Bank sowie die Förderbanken Landeskreditbank Baden-Württemberg-Förderbank (L-Bank), Landwirtschaftliche Rentenbank sowie die NRW.Bank. Die IKB, die KfW Ipex-Bank sowie Wüstenrot & Württembergische (W & W) werden damit wie schon bisher der Aufsicht der Deutschen Bundesbank sowie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterliegen. Die EZB wird sie nur indirekt über die nationale Aufsicht kontrollieren.

Die IKB und die KfW Ipex-Bank wollten sich dazu auf Anfrage am Freitag nicht äußern. W & W erklärte, eine schriftliche Begründung der EZB liege dem Unternehmen noch nicht vor. Der Konzern signalisierte indes, dass die Entscheidung der Notenbank auf das Geschäftsmodell von W & W zurückzuführen sein dürfte. Die W & W-Gruppe sei neben ihrem Bauspar- und Bankgeschäft als Versicherer tätig, hieß es. Versicherer fielen bekanntlich nicht unter die EZB-Aufsicht.

Die Differenzierung zwischen "bedeutenden" Banken, welche direkt von der EZB beaufsichtigt werden sollen, sowie "weniger bedeutenden" Instituten, die weiterhin ihrem nationalen Aufseher unterstehen, war unter anderem davon abhängig gemacht worden, ob die Bilanzsumme der jeweiligen Bank über oder unter 30 Mrd. Euro liegt. Direkt und indirekt wird die EZB Anfang November die Aufsicht über alle rund 6 000 Banken der Eurozone übernehmen. Um die indirekt überwachten Banken soll sich dann eine von vier Generaldirektionen der EZB-Bankenaufsicht befassen.

Endgültige Liste steht aus

Ihre erste Liste vom Oktober 2013 hatte die EZB eigener Aussage zufolge eigens etwas breiter gefasst, um auch Institute zu erfassen, die noch bedeutend werden können, bis die EZB im Herbst die Bankenaufsicht übernimmt. Auch die vor dem Wochenende bekannt gewordene Liste ist noch nicht endgültig. Eine solche Aufstellung will die Notenbank bis 4. September vorlegen, zwei Monate vor Start des einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism, SSM).


- Bericht Seite 2

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