Immobilienboom hält an - aber Kaufpreise steigen etwas weniger rasant

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Der Boom auf dem Immobilienmarkt hat nach Angaben der Bundesbank auch im vergangenen Jahr angehalten.

Allerdings seien die Preise etwas weniger stark gestiegen - vor allem in Städten, teilte die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht mit. Insgesamt seien die Wohnimmobilienpreise in deutschen Städten 2019 um 6,1 Prozent geklettert nach 8,5 Prozent im Jahr 2018. In den sieben Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart habe das Plus bei 6,4 Prozent gelegen nach 9,7 Prozent im Jahr 2018. Dort hatte sich Wohnraum in den vergangenen Jahren am stärksten verteuert. Die Bundesbank stützt sich bei ihren Berechnungen auf Daten des Marktforschungsinstituts Bulwiengesa für 127 deutsche Städte.

Auch im vergangenen Jahr übertrafen die Wohnimmobilienpreise in den Städten laut Bundesbank ein gerechtfertigtes Niveau deutlich. "Aktuellen Schätzergebnissen zufolge lagen die Preisabweichungen nach oben in den Städten zwischen 15 Prozent und 30 Prozent." Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte in ihrem jüngsten Stabilitätsbericht vor Übertreibungen am Immobilienmarkt in der Euro-Zone gewarnt. Dabei gibt es allerdings aus ihrer Sicht große Unterschiede zwischen den Ländern. Nach einer Umfrage des Bankhauses ING erwarten die Deutschen derzeit kein Ende der Preisexplosion. Rund 77 Prozent der Befragten rechnen mit weiter anziehenden Immobilienpreisen.

Die Mieten erhöhten sich 2019 in den Städten bei Neuverträgen um 2,75 Prozent, was unter der bereits niedrigen Rate des Vorjahres liege. In den sieben Metropolen sei der Anstieg mit 2,5 Prozent ebenfalss deutlich geringer ausgefallen als zuvor. Damit nahmen die Mieten in den Städten den Bundesbank-Experten zufolge mit der niedrigste Rate seit 2010 zu.

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