Inflation im Euro-Raum auf Zehn-Jahreshoch

Reuters

Berlin (Reuters) - Die Inflation im Euro-Raum ist so hoch wie seit rund zehn Jahren nicht mehr.

Die Verbraucherpreise kletterten im August binnen Jahresfrist um 3,0 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag mitteilte und damit eine frühere Schätzung bestätigte. Das ist die höchste Rate seit November 2011. Die niedrigsten Teuerungsraten wurden in Malta (0,4 Prozent), Griechenland (1,2 Prozent) and Portugal (1,3 Prozent) gemessen. Am stärksten war der Preisauftrieb in Estland und Litauen mit jeweils 5,0 Prozent. In Deutschland lag die Inflationsrate nach der für den europäischen Vergleich herangezogenen Rate (HVPI) bei 3,4 Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Teuerung von 2,0 Prozent an. Schon im Juli hatte die Inflation mit 2,2 Prozent über dem EZB-Ziel gelegen. Vor allem die Energiepreise sorgen für Auftrieb, im Vorjahr wegen den Folgen der Corona-Pandemie in die Tiefe gerauscht waren. Die hochschnellenden Teuerungsraten werden aus Sicht von EZB-Chefin Christine Lagarde jedoch ein vorübergehendes Phänomen bleiben. Die EZB geht zwar davon aus, dass der Preisauftrieb im Herbst noch steigen, aber schon nächstes Jahr nachlassen wird. Für 2022 erwarten die Volkswirte der Zentralbank eine Teuerung von 1,7 Prozent und für 2023 von 1,5 Prozent.

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