Investieren in Coronazeiten: Jetzt auf die Gewinner der Krise setzen!

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Investieren in Coronazeiten: Jetzt auf die Gewinner der Krise setzen!

Man sagt ja, keine Krise dauert ewig. Doch bei der Coronapandemie ist leider noch nicht abzusehen, wie es sich hier weiterentwickelt. Und demzufolge ist auch noch völlig offen, wann sie definitiv zu ihrem Ende kommt. Im Moment sieht jedenfalls alles danach aus, als ob sie uns noch lange Zeit beschäftigen wird. Sogar ein zweiter Lockdown ist meiner Meinung nach jederzeit möglich.

Daher macht es in meinen Augen Sinn, sich bei seinen Investitionen in erster Linie auf die Werte zu konzentrieren, die wirtschaftlich nicht ganz so sehr unter den Coronabeschränkungen zu leiden haben. Oder, was noch besser ist, auf solche Unternehmen zu setzen, die sogar von der Pandemie profitieren. Blicken wir heute also einmal auf einige Bereiche, in deren Reihen vermeintliche Coronaprofiteure zu finden sind.

Hygiene über alles

Seit Corona ist alles anders. Auch die Hygienevorschriften haben sich vielerorts verschärft. Und generell hat sich durch die Coronapandemie der Verbrauch von allem, was zur Desinfektion oder Reinigung von Gegenständen oder des Körpers zu verwenden ist, erhöht. Demzufolge erleben natürlich die Hersteller von Desinfektionsmitteln, Hygieneartikeln und Produkten zur Körperpflege einen Anstieg der Nachfrage.

Drei Firmen sind mir hier besonders aufgefallen. Und zwar sind es die Unternehmen Ecolab, Reckitt Benckiser und Clorox. Alle drei stellen gerade solche Produkte her, die im Moment sehr gefragt sind. So ist es auch kein Wunder, dass die Aktien aller drei Konzerne aktuell höher notieren als zu Jahresbeginn. Spitzenreiter ist hier die Clorox-Aktie, deren Kurs seit Jahresanfang um etwas über 45 % zulegen konnte (Bezugsdatum: 02.07.2020).

Business-Software für die Welt

Durch die Beschränkungen, die verordnet wurden, hat sich auch unsere Arbeitswelt innerhalb kürzester Zeit verändert. Aber auch die Art, wie unterrichtet oder studiert wird. Denn hier hat sich der Schwerpunkt immer mehr auf die häuslichen vier Wände verlagert. Die Schlagworte lauten hier Homeoffice und Homeschooling. Aber für das Arbeiten zu Hause bedarf es entsprechender Software, damit man weiterhin mit den Kollegen zusammenarbeiten bzw. sich vernetzen und Meetings abhalten kann.

Zwei Unternehmen, die solche Produkte anbieten, sind die deutsche Teamviewer AG und die amerikanische Firma Zoom Video Communications. Man muss sich also nicht wundern, dass auch deren Aktien in diesem Jahr Stärke zeigen. Während die Teamviewer-Aktie dieses Jahr schon ein Plus von rund 63 % vorweisen kann, ist die Aktie von Zoom seit Anfang Januar bereits um sagenhafte 280 % im Kurs angestiegen (Bezugsdatum: 02.07.2020).

Gekauft wird jetzt im Internet

Was sich durch die Coronapandemie ebenfalls nachhaltig verändert hat, ist das Kaufverhalten der Menschen. Während man früher gerne zum Shoppen in die Stadt gefahren ist, wird heute immer mehr online bestellt. Und dabei geht es nicht nur um Produkte des Konsums, auch Essen wird immer öfter online geordert und dann innerhalb kurzer Zeit an die Haustür geliefert.

Blicken wir hier natürlich einmal auf Amazon, dem weltweit größten Onlinehändler. Denn es steht, glaube ich, außer Frage, dass der Konzern zu einem der Unternehmen gehört, die am meisten von der Coronakrise profitieren. Schon im März hatte Amazon angekündigt, allein in den USA 100.000 zusätzliche Stellen schaffen zu wollen, um die große Nachfrage befriedigen zu können. Es stehen also alle Ampeln auf Grün.

Und dementsprechend gut sieht in diesem Jahr auch der Kursverlauf der Amazon-Aktie aus. Vom Jahresanfang ging es bis heute um knapp 52 % mit den Papieren nach oben (Bezugsdatum: 02.07.2020). Aber die Aktie von Amazon zählt ja nicht erst seit diesem Jahr zu den Überfliegern an der Börse. Stolze 560 % waren mit ihr allein in den letzten fünf Jahren zu verdienen.

Fazit

Wie man sieht, gibt es durchaus Unternehmen, die aus der Pandemie einen Vorteil ziehen können. Und der Umbruch, den Corona angestoßen hat, wird wohl auch noch eine Weile andauern. Ich denke, statt mit den Verlierern in der Hoffnung auf einen Turnaround zu spekulieren, könnte es meiner Meinung nach sinnvoller sein, sein Geld lieber in die Aktien von Coronaprofiteuren zu investieren.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Zoom Video Communications und empfiehlt Ecolab. The Motley Fool empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon, Short August 2020 $130 Call auf Zoom Video Communications.

Motley Fool Deutschland 2020

Foto: Getty Images

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