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IPO/MAN-Betriebsrat: VW-Börsenpläne der Trucksparte gut für Beschäftigte

dpa-AFX

MÜNCHEN/WOLFSBURG (dpa-AFX) MAN -Betriebsratschef Saki Stimoniaris unterstützt die Börsenpläne für die VW -Lastwagensparte. Die Arbeitsplatzgarantie für die rund 31 000 MAN-Mitarbeiter in Deutschland gelte unverändert fort, die Investitionen blieben "garantiert, ebenso wie der Fortbestand aller unserer Standorte und Bereiche", schrieb Stimoniaris am Freitag in einem Rundbrief an die Belegschaft.

Zur VW-Lastwagensparte gehören der schwedische Lkw-Bauer Scania und die MAN-Lastwagensparte - nicht aber MAN-Sparte Diesel & Turbo, die Schiffsmotoren und Turbomaschinen baut und allein in Augsburg rund 4000 Mitarbeiter beschäftigt. Der VW-Konzern will jetzt den Hauptsitz seiner Sparte VW Truck & Bus von Braunschweig nach München verlagern und sie in eine europäische Aktiengesellschaft (SE) umwandeln.

VW wolle auch bei einem Börsengang die Kontrolle behalten, sagte VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch am Freitag in Wolfsburg. Der neue VW-Chef Herbert Diess sagte, er wolle den Wert von Randbeteiligungen für den Konzern ausloten und sie gegebenenfalls verkaufen.

MAN-Betriebsratschef Stimoniaris schrieb an die die MAN-Belegschaft: "Wir stehen hinter der Strategie, dass das Nutzfahrzeuge-Geschäft global organisiert und unsere MAN damit weiter gestärkt wird." Die Umwandlung der VW-Lastwagensparte in eine Aktiengesellschaft sei Voraussetzung, um Geld für Wachstum in die Kasse zu bringen und "langfristig stabile und sichere Arbeitsplätze zu ermöglichen". VW-Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh sprach von "einer Win-Win-Situation für die Beschäftigten und die Unternehmen". Osterloh und Stimoniaris sind im Aufsichtsrat des VW-Konzerns.

Der Analyst Frank Schwope von der Norddeutschen Landesbank zeigte sich dagegen kritisch. "Randbereiche wie Ducati, MAN Diesel & Turbo und Renk könnten zur Disposition stehen, um die Komplexität des Konzerns zu reduzieren. Einem Börsengang des Truck & Bus-Bereiches zum aktuellen Zeitpunkt stehen wir skeptisch gegenüber". Denn "ein Börsengang eines schlanken und ertragreichen Truck & Bus-Konzerns könnte dann in 5 bis 10 Jahren wesentlich lukrativer sein".

Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer (CSU) sieht dagegen den Standort Bayern gestärkt, wenn VW Truck & Bus ihren Hauptsitz nach München verlegt. Das verdeutliche auch die Zukunftsperspektiven von MAN. Bei einem Börsengang hätte Bayern "ein weiteres zukunftsfähiges Dax -Unternehmen". Das Traditionsunternehmen MAN war bis zur Übernahme durch VW 2011 in der obersten deutschen Börsenliga gewesen./rol/DP/men

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Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachter in Deutschland: Seit mittlerweile 49 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen, TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Außerdem ist im Frühjahr 2013 der neue Internet-Kanal KUTZER-TV auf Sendung gegangen.

Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur. Er betrachtet es als seine vorrangige Aufgabe, die Vermittlung von Wissen über die Zusammenhänge des Sparens und Anlegens zu unterstützen. Dabei ist der „Marktmensch“ ein bekennender Marktwirtschaftler, der mit großer Skepsis die zunehmende Regulierung der Märkte durch die Politik auf nationaler und europäischer Ebene betrachtet.

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