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IPO/'WSJ': Finanzinvestor Apollo will Sicherheitsfirma ADT an die Börse bringen

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - In den USA könnte einem Bericht zufolge einer der bisher größten Börsengänge in diesem Jahr anstehen. Der Finanzinvestor Apollo lote derzeit einen Ausstieg über eine Aktienplatzierung bei der erst vor einem Jahr erworbenen und von der Börse genommenen Sicherheitsfirma ADT aus, berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Formell könnte der Börsengang im Herbst angemeldet werden, so dass die Erstnotiz Ende des Jahres erfolgen könnte. ADT solle dabei inklusive Schulden mit mehr als 15 Milliarden Dollar bewertet werden. Es sei noch unklar, wie hoch das Volumen des Börsengangs ausfallen könnte.

Sollte Apollo Teile von ADT noch in diesem Jahr an die Börse bringen, wäre es ein ungewöhnlich schneller Ausstieg. Der Investor hatte das Unternehmen erst im vergangenen Jahr für rund sieben Milliarden Dollar gekauft und mit seinen bereits im Bestand befindenden Unternehmen Protection 1 und ASG Securities zusammengelegt. Ein so schneller Börsengang wäre ein Beleg für die derzeit hohe Nachfrage nach Unternehmen, die auf Sicherheitslösungen für private Haushalte spezialisiert sind.

ADT hatte zuvor zum Firmengeflecht des inzwischen unter anderen wegen Bilanzmanipulationsvorwürfen wieder auseinander gebrochenen Tyco-Konglomerats gehört. Apollo wiederum ist einer der weltweit erfolgreichsten Finanzinvestoren. Das Unternehmen ist für seinen aggressiven Stil bekannt und setzt dabei oft auf Wetten gegen den Strom. Zuletzt hatte Apollo 23,5 Milliarden Dollar für den bislang größten Fonds, der auf Übernahmen von Unternehmen spezialisiert ist, eingesammelt.

Nach Angaben vom Februar 2016, dem Zeitpunkt der ADT-Übernahme, kommen ADT und Protection 1 auf einen hochgerechneten jährlichen Umsatz von mehr als 4,2 Milliarden Dollar und zirka 21 000 Mitarbeiter. Der Markt für die Automatisierung, Sicherheit und Überwachung von Haushalten und Unternehmen gilt derzeit als stark wachsend. In den vergangenen Jahren ist es hier zu einigen großen Übernahmen gekommen. So hatte Google Anfang 2014 rund 3,2 Milliarden Dollar für Nest, einem Spezialisten für selbstlernende Thermostate und Rauchmelder ausgegeben./zb/he

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