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Iran - Europäer beugen sich im Atomstreit Trump

Reuters

Dubai (Reuters) - Irans Außenminister hat die Europäer beschuldigt, im Streit über das Atomabkommen dem Druck von US-Präsident Donald Trump nachgegeben zu haben.

Iran - Europäer beugen sich im Atomstreit Trump

Großbritannien, Frankreich und Deutschland hätten die Überbleibsel der Vereinbarung verkauft, um von neuen US-Zöllen verschont zu bleiben, schrieb Dschawad Sarif am Donnerstag auf Twitter. "Es wird nicht funktionieren, meine Freunde. Ihr regt nur seinen Appetit an. Erinnert ihr Euch an den Tyrann aus Schulzeiten?" Die "Washington Post" hatte unter Berufung auf nicht näher bezeichnete europäische Regierungsvertreter berichtet, dass die US-Regierung mit der Verhängung von 25-prozentigen Autozöllen gedroht habe, sollten die drei europäischen Länder den Iran nicht formell beschuldigen, den Atomvertrag aus dem Jahr 2015 gebrochen zu haben.

Die sogenannten E3 hatten am Dienstag das in dem Vertrag enthaltene Streitschlichtungsverfahren gestartet. Ziel ist es, die Führung in Teheran zur uneingeschränkten Erfüllung ihrer Verpflichtungen zu bewegen. Der Iran hat Verpflichtungen aus dem internationalen Abkommen schrittweise ausgesetzt, nachdem die USA es 2018 einseitig aufgekündigt hatten. Nach Angaben von Präsident Hassan Ruhani reichert der Iran derzeit mehr Uran an als vor dem 2015 geschlossenen Atomabkommen. "Der Druck auf den Iran steigt, aber wir machen weiter Fortschritte", sagte Ruhani am Donnerstag in einer Fernsehansprache.

Mit dem Atomvertrag soll verhindert werden, dass der Iran Atomwaffen entwickelt. Hoch angereichertes Uran ist ein Grundstoff für Atombomben.

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