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Ist das eine Vorschau auf die elektrische S-Klasse von Mercedes-Benz?

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Mercedes-Benz zeigt seine Vision einer elektrischen Luxuslimousine der nahen Zukunft — und so etwas ähnliches befindet sich wahrscheinlich in der Entwicklung.

Ist das eine Vorschau auf die elektrische S-Klasse von Mercedes-Benz?

Daimlers Luxussparte präsentierte vorletzte Woche auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt ein Konzeptfahrzeug namens Vision EQS. Es ist eine große, vollelektrische Luxuslimousine mit einigen Selbstfahrfunktionen — und vielen fantasievollen Details, die nur zur Show da sind.

Aber wenn wir genau hinsehen, können wir sehen, wohin die Reise geht — und warum es für die Investoren von Daimler und seine Wettbewerber, einschließlich Tesla, wichtig sein könnte.

Ein Showcar, das nicht nur für die Show gedacht ist

In Mercedes-Sprache ist der Vision EQS ein Konzeptfahrzeug (“Vision”) mit elektrischem Antrieb (“EQ”), das auf eine zukünftige große Luxuslimousine (“S” wie in der “S-Klasse”) hinweist. Mit seiner blau beleuchteten Front und dem futuristischen Interieur ist es eindeutig ein Showcar — aber es ist nicht nur ein Showcar.

Der Vision EQS beruht auf einer brandneuen Elektrofahrzeug-Bauart, genannt EVA2, die “skalierbar” ist — die Länge, Breite, Batteriegröße und andere Merkmale können geändert werden, um verschiedene Fahrzeugtypen und -größen zu ermöglichen. Mercedes plant, EVA2 als Basis für eine neue Palette von vollelektrischen Mercedes-Benz-Fahrzeugen heranzuziehen.

Der Vision EQS hat einen zweimotorigen Allradantrieb. Die Motoren bieten zusammen 350 Kilowatt Leistung und  760 Newtonmeter Drehmoment — genug, um die große Limousine in weniger als 4,5 Sekunden von Null auf 100 km pro Stunde (62 mph) zu bringen, sagt Mercedes.

DAS INNERE DES VISION EQS IST EINE SHOWCAR-FANTASIE, DOCH ES VERRÄT, WIE VIEL PLATZ IN EINER SERIENVERSION DER LIMOUSINE SEIN KÖNNTE. BILDQUELLE: DAIMLER AG.

Der Batteriesatz ist mit 100 Kilowattstunden (kWh) groß, scheint aber ziemlich effizient zu sein. Mercedes behauptet, dass der Vision EQS im europäischen WLTP-Testzyklus eine “komfortable Reichweite von bis zu 700 Kilometern” (etwa 434 Meilen) hat. Er ist voll kompatibel mit den leistungsstärksten DC-Schnellladestationen, die derzeit verfügbar sind: Ein 350-Kilowatt-Ladegerät kann den Vision EQS in “deutlich weniger als 20 Minuten” auf 80 % aufladen, sagte das Unternehmen. Das ist bei der Größe der Batterie beeindruckend.

Mercedes sagte, dass der Vision EQS Level-3-bedingte Autonomie (freihändiges Fahren auf der Autobahn) mit modularen Sensoren bietet, die aufgerüstet werden können, um volles Selbstfahren zu unterstützen, wenn es verfügbar sein wird.

Wie viel davon ist echt?

Mercedes gibt sehr starke Hinweise darauf, dass so etwas für die Produktion bestimmt ist, und die Vergangenheit des Unternehmens gibt uns einen Anhaltspunkt, was uns erwartet.

Bereits 2016 zeigte Mercedes den Generation EQ, ein Konzeptfahrzeug, das man damals als Vorschau auf einen zukünftigen elektrischen SUV beschrieb. Wie man auf den Fotos sehen kann, war es ähnlich wie beim Vision EQS, da es ein futuristisch aussehendes Interieur und eine markante blaue Schnauze hatte.

MERCEDES’ SHOWCAR GENERATION EQ WAR EINE VORSCHAU AUF DEN ELEKTRISCHEN EQC CROSSOVER SUV. BILDQUELLE: DAIMLER AG.

DAS INTERIEUR DES GENERATION EQ WAR FUTURISTISCH. BILDQUELLE: DAIMLER AG.

Werfen wir nun einen Blick auf die Serienversion, den Mercedes-Benz EQC. Er ist in Größe und Form sehr ähnlich, und seine Reichweite und Leistung sind mit dem Konzeptfahrzeug vergleichbar, doch viele der Details des Showcars wurden durch konventionellere Mercedes-Benz-Komponenten ersetzt.

DIE PRODUKTIONSVERSION MERCEDES-BENZ EQC BEHÄLT DIE GRUNDFORM DES SHOWCARS UND SEINE BATTERIEELEKTRISCHEN EIGENSCHAFTEN, ABER DIE MEISTEN FUTURISTISCHEN DETAILS SIND WEG. BILDQUELLE: DAIMLER AG.

DAS INNERE DES EQC BEHÄLT DEN GROßEN TOUCHSCREEN, DER IM GENERATION EQ ZU SEHEN IST, ABER DER GRÖßTE TEIL DAVON IST EIN STANDARD-MERCEDES-BENZ. BILDQUELLE: DAIMLER AG.

Es ist wahrscheinlich, dass die Produktionsversion des Vision EQS den gleichen Weg einschlagen wird. Es wird die gleiche Form wie das Konzeptfahrzeug haben, mit gleicher oder besserer Reichweite und Leistung, aber es wird eher wie ein herkömmlicher Mercedes-Benz aussehen.

Ist das nur ein weiterer Tesla-Konkurrent?

Nicht ganz. Der Vision EQS wird zwar bereits mit der großen Tesla-Limousine verglichen, doch ich vermute, dass das Serienmodell etwas anders sein wird. Ich erwarte, dass es innen etwas geräumiger ist als der Tesla (vor allem der Rücksitz), mit mehr Augenmerk auf Ruhe und Luxus, und weniger auf Leistung.

Obwohl Tesla ein Auto wie dieses bauen könnte - ein Model S mit längerem Radstand (für mehr Platz für den Rücksitz) mit einem neu durchdachten, luxuriösen Innenraum - hat der Autohersteller aus dem Silicon Valley bereits eine Menge auf seiner Agenda, und ich glaube nicht, dass ein solches Projekt wahrscheinlich ist.

Ich denke, anstatt uns auf einen Vergleich mit Tesla zu fixieren, sollten wir den Vision EQS als das sehen, was er wirklich ist: eine Vorschau auf eine zukünftige batterieelektrische Mercedes-Benz S-Klasse-Limousine.

Das Ergebnis: Es ist eine Vorschau auf einen wichtigen elektrischen Mercedes-Benz

Mercedes wäre nicht Mercedes ohne eine große Hightech-Luxuslimousine im Angebot. Obwohl SUVs derzeit die meistverkauften Fahrzeuge sind, basiert Mercedes’ Markenimage auf seinen hochmodernen Luxuslimousinen, insbesondere der legendären S-Klasse.

Wenn Mercedes in der nahen Zukunft der Elektrofahrzeuge überleben und sich gut entwickeln will, braucht es ein überzeugendes batterieelektrisches Äquivalent der S-Klasse. Der Vision EQS ist eine Vorschau auf dieses Auto — und obwohl die Details des Showcars es meist nicht in die Produktion schaffen, kann man hier schon ungefähr erkennen, wie die endgültige Version aussehen wird.

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Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 12.09.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Motley Fool Deutschland 2019

Foto: The Motley Fool

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