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Katalonien-Krise setzt spanischem Einzelhandel zu

Reuters

Madrid (Reuters) - Die politische Krise um die Unabhängigkeitsbestrebungen der Region Katalonien hinterlässt Bremsspuren in der Wirtschaft Spaniens.

Erstmals seit mehr als drei Jahren sanken im Oktober die Umsätze der Einzelhändler, wie die Nationale Statistikbehörde (INE) am Dienstag mitteilte. Unter Herausrechnung von Kalendereffekten gingen die Einnahmen zum Vorjahr um 0,1 Prozent zurück. Unbereinigt ergab sich sogar ein Minus von 1,2 Prozent. Dabei fallen die Umsatzrückgänge der Einzelhändler in Katalonien mit 3,9 Prozent besonders ins Auge. Nach der Unabhängigkeitserklärung des Parlaments in Barcelona hatte die spanische Regierung die Regionalregierung im Oktober abgesetzt und die Verwaltung der Autonomieregion übernommen.

Wegen der Krise haben fast 2000 Unternehmen ihren Sitz aus Katalonien verlegt. Auch die Arbeitslosigkeit stieg in der Region im Nordosten Spaniens im Oktober deutlich stärker als in den anderen Gegenden des Landes. Für den 21. Dezember wurden Neuwahlen in der autonomen Region angesetzt.

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