Keine Trendwende bei Corona-Epidemie - 5000 neue Fälle

Reuters

Peking (Reuters) - Auch mehr als sechs Wochen nach dem Bekanntwerden der ersten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ebbt die vor allem in China grassierende Epidemie nicht ab.

Keine Trendwende bei Corona-Epidemie - 5000 neue Fälle

Die Pekinger Behörden meldeten am Freitag mehr als 5000 Neuinfektionen, womit die Gesamtzahl der Erkrankten auf fast 64.000 gestiegen ist. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass sich die Krankheitswelle einem Höhepunkt nähere, sagte Adam Kamradt-Scott, Experte für Infektionskrankheiten am Zentrum für internationale Sicherheitsstudien der Universität Sydney. Die Zahl der Corona-Toten erhöhte sich um 121 auf 1380. Ein erster Todesfall wurde aus Japan gemeldet, was auch an den Aktienmärkten die Hoffnung auf ein absehbares Ende der Epidemie dämpfte.

Erste Berichte über Infektionen mit dem neuartigen Virus waren kurz vor der Jahreswende in der zentralchinesischen Metropole Wuhan bekanntgeworden. Im Kampf gegen die Epidemie wurden in den vergangenen Wochen Wuhan und andere Großstädte abgeriegelt, der Verkehr massiv eingeschränkt und die Ferien zum chinesischen Neujahrsfest verlängert.

Die chinesischen Behörden gäben zwar ihr Bestes, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, sagte der australische Wissenschaftler weiter. "Die ziemlich drastischen Maßnahmen, die bis jetzt umgesetzt wurden, scheinen aber unzureichend zu sein und zu spät gekommen."

In Japan starb eine Frau im Alter zwischen 80 und 90 Jahren an einer Corona-Infektion, wie die Behörden mitteilte. Zuvor war außerhalb Festland-Chinas je ein Patienten in Hongkong und auf den Philippinen daran gestorben. Die Atemwegserkrankung hat sich in über zwei Dutzend Ländern ausgebreitet, Japan ist mit am schwersten betroffen. In Deutschland sind laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums vom Donnerstag 16 Fälle bekannt

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