KfW kehrt in die schwarzen Zahlen zurück - Fördervolumen steigt

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Die staatliche Förderbank KfW hat trotz der anhaltenden Corona-Krise im Auftaktquartal wieder Gewinne erwirtschaftet.

Unter dem Strich stand ein Überschuss von 569 Millionen Euro nach einem Verlust von 592 Millionen Euro vor Jahresfrist, teilte das Institut am Montag mit. Grund dafür war unter anderem positive Bewertungseffekte bei Beteiligungen. Zudem löste die KfW bereits gebildete Risikovorsorge für drohende Kreditausfälle wieder auf, da sich die Konjunktur besser entwickelte als angekommen. Außerdem nahm das Fördergeschäft zu.

"Ein historisch starker Jahresauftakt kennzeichnet das neue Förderjahr", sagte KfW-Chef Günther Bräunig. "Wesentlicher Treiber sind die KfW-Corona-Hilfen, wenn auch die Nachfrage im Vergleich zum ersten Corona-Jahr abgeflacht ist." Die Vergabe des KfW-Schnellkredits konzentriere sich inzwischen vor allem auf Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. Die Corona-Kredite an Firmen, die durch die Pandemie ins Straucheln geraten sind, beliefen sich per Ende April auf insgesamt 56,0 Milliarden Euro. Die zuletzt gesunkene Nachfrage sei ein gutes Zeichen, sagte Bräunig. "Die Liquiditätslage der Unternehmen konnte stabilisiert werden, und Deutschland kann auf ein solides konjunkturelles Wachstum im Gesamtjahr 2021 hoffen."

Das gesamte Fördervolumen erhöhte sich im ersten Quartal um ein Viertel auf 24,5 Milliarden Euro. Neben den Corona-Krediten waren Finanzierungen für energieeffizientes Bauen mehr gefragt. In der Export- und Projektfinanzierung ging das Fördervolumen wegen der Pandemie zurück.

Zur Refinanzierung des Fördergeschäfts nahm die KfW im ersten Quartal Mittel in Höhe von 31,9 (Q1 2020: 27,7) Milliarden Euro auf. Für das Gesamtjahr hat sich die Staatsbank ein Refinanzierungsziel von 70 bis 80 Milliarden Euro gesetzt.

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