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Knorr-Bremse: Die Erfolgsgeschichte geht weiter – Bremsspezialist steigt in den MDax auf

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Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Ab dem 18. März ist Knorr-Bremse im Index für mittelgroße Unternehmen in Deutschland enthalten. Keine 5 Monate nach dem Börsengang erreicht der der Weltmarktführer für Bremssysteme den nächsten Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.

Knorr-Bremse: Die Erfolgsgeschichte geht weiter – Bremsspezialist steigt in den MDax auf

Der Mann hinter dem Erfolg

Heute ist Heinz Hermann Thiele Eigentümer der Knorr-Bremse AG und Hauptaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der Vossloh AG. Der Weg an die Spitze des Spezialisten für Bremssysteme war für den 77-jährigen Unternehmer zwar nicht einfach, aber er ist von Erfolgen gekrönt. 1969 trat der gelernte Jurist als Patentsachbearbeiter ins Unternehmen ein. 10 Jahre später zog er als Vertriebschef in den Vorstand ein. Als die Knorr-Erben sich dann in die Haare bekamen, witterte Thiele seine Chance und kaufte das Unternehmen ganz. Ab diesem Zeitpunkt war der Unternehmer „von der Vorstellung besessen, aus diesem sehr kleinen Familienunternehmen ein Weltunternehmen zu machen,“ wie er erst kürzlich der „Wirtschaftswoche“ verraten hat.

Der Plan

Heinz Herrmann Thiele formte Knorr-Bremse zum Weltmarkführer für Bremssysteme und einem führenden Anbieter sicherheitskritischer Subsysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Direkt nach dem Kauf begann Thiele das Unternehmen umzukrempeln. Er verkaufte defizitären Sparten, wie zum Beispiel das Dieselmotorgeschäft und richtete die volle Konzentration auf das Kerngeschäft – Bremsen. Sowohl auf der Straße für Nutzfahrzeuge als auch auf der Schiene. Durch die Fokussierung und geschickte Zukäufe steigerte Thiele mit der Zeit immer mehr den weltweiten Marktanteil von Knorr-Bremse. Mittlerweile kommt der Bremsspezialist aus München auf 50 Prozent im Geschäft mit Zug- und 40 Prozent mit Lkw-Bremsen. Oder anders zusammengefasst: Aktuell arbeiten rund 29.000 Mitarbeiter an über 100 Standorten in mehr als 30 Ländern.

Der Börsengang

Auch hier hat sich Heinz Hermann Thiele keinen einfachen Weg ausgesucht. In einer Börsenphase, wo viele andere das Handtuch geschmissen hätte, wagte Knorr-Bremse am 12. Oktober vergangenen Jahres den Weg auf das Parkett. Obwohl die Stimmung an den Märkten mehr als bescheiden war, legte das Thiele-Unternehmen einen ordentlichen Börsengang hin. Die Aktie kam zu 80 Euro in den Handel und Knorr-Bremse legte mit 3,7 Milliarden Euro den zweitgrößten Börsengang des Jahrs hin. Ein weiterer Erfolg in der Geschichte von Thiele, der nach dem Sprung aufs Parkett noch gut 70 Prozent am Unternehmen hält.

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Die Zahlen

Morgen wird Klaus Deller, der aktuelle Vorstandsvorsitzende der Knorr-Bremse AG, die Bilanz für das Geschäftsjahr 2018 präsentieren. Ausgehend von den Zahlen für das dritte Quartal dürfte der Bremsspezialist ein sehr ordentliches Geschäftsjahr 2018 präsentieren. In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 wurde ein EBITDA von 876 Millionen Euro erwirtschaftet. Das waren 98 Millionen Euro oder 12,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die EBITDA-Marge verbesserte sich im selben Zeitraum um 40 Basispunkte von 17,1 auf 17,5 Prozent. Der Auftragsbestand lag am Ende des dritten Quartals mit fast 4,45 Milliarden Euro 11,9 Prozent über dem Vorjahr.

Die Aktie

Wie bereits erwähnt, kam das Wertpapier von Knorr-Bremse am 12. Oktober für 80 Euro an die Börse. Vom Aufstieg in den MDax kann die Aktie allerdings heute nicht profitieren, sie liegt mit 0,6 Prozent im MInus bei etwa 86,20 Euro. Anleger, die seit dem Börsengang dabei sind, liegen in etwa 8 Prozent vorne.

Chart Knorr-Bremse seit Börsengang

Die Analysten

Geht es nach den Experten, dann wird die Aktie noch weiter zulegen. Die Kursziele liegen deutlich über 90 Euro. Erst heute hat die Schweizer Großbank UBS die Einstufung für Knorr-Bremse mit „Buy“ und einem Kursziel von 93 Euro bestätigt. Laut den Schweizer Experten ist die Aktie mittelfristig weiterhin interessant angesichts der Qualität und Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells.

Von Markus Weinrgan

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Bild: Homepage Knorr-Bremse

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