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Kreise: Gespräche mit Thyssenkrupp-Arbeitnehmervertretern geplant

dpa-AFX

ESSEN (dpa-AFX) - Zu den neuen Umbauplänen und Stellenstreichungen bei Thyssenkrupp sind Gespräche zwischen dem Management und den Arbeitnehmervertretern geplant. Wie aus Kreisen verlautete, geht es zunächst um einen Rahmen und Fahrplan, wie und wann die Gespräche geführt werden. Eine Möglichkeit wäre dabei, dass es letztlich Vereinbarungen für die einzelnen Geschäftssparten geben könnte.

Dem Vernehmen wird in Kreisen der Arbeitnehmerseite der neue Plan des Vorstandes, die profitable Aufzugssparte des Konzerns an die Börse zu bringen, nicht grundsätzlich abgelehnt. Dies könnte ein Weg sein, eine komplette Zerschlagung des Konzerns zu verhindern, hieß es am Samstag in Kreisen. Wichtig wäre deshalb, dass das Kapital aus einem möglichen Börsengang der Aufzugssparte im Konzern bleibe, in die Zukunftsfähigkeit investiert werde und nicht ausgeschüttet werde.

Die Arbeitnehmerseite strebt laut den Kreisen zudem an, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. Thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff hatte am Freitag angekündigt, dass der Konzern in den kommenden drei Jahren jetzt 6000 Stellen streichen will, 4000 mehr als bisher geplant. Entlassungen schließt er dabei nicht aus.

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Der Vorstand sagte nach heftigem Gegenwind aus der EU-Kommission die Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata ab. Kerkhoff ließ auch die geplante Aufspaltung von Thyssenkrupp in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen für Werkstoffe und für Industriegüter fallen. Für die rund 27 000 Mitarbeiter von Thyssenkrupp beim Stahl ist das Veto der EU-Kommission nach Kerkhoffs Worten "ein harter Schlag". Die IG Metall hatte eine Beschäftigungsgarantie bis zum 30. September 2026 sowie eine langfristige Standortsicherung erreicht.

Dieser Tarifvertrag, der nur für den Fall einer Fusion gelte, werde jetzt nicht in Kraft treten, hatte Personalvorstand Oliver Burkhard am Freitag erläutert. Betriebsbedingte Kündigungen könnten bei einem Abbauprogramm dieser Größenordnung nicht ausgeschlossen werden. Von den 6000 Stellen sollen 4000 in Deutschland abgebaut werden./vd/DP/stk

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