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Kritik an Lieferung russischer Luftabwehr-Raketen an Syrien

Reuters

New York/Moskau (Reuters) - Die geplante Lieferung eines hochmodernen russischen Luftabwehrsystems an Syrien ist von den USA und Israel scharf kritisiert worden.

Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, sprach am Montag von einer "signifikanten Eskalation". Er hoffe, dass Russland die angekündigte Lieferung der S-300-Raketen noch einmal überdenke. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte dem russischen Staatschef Wladimir Putin nach offiziellen Angaben in einem Telefongespräch, die Lieferung hochmoderner Waffen an "unverantwortliche Beteiligte" erhöhe die Gefahren in der Region.

Russland begründet die Lieferung der Raketen mit dem jüngsten Abschuss eines russischen Aufklärungsflugzeuges in der Region, bei dem 15 russische Soldaten getötet wurden. Getroffen wurde das Flugzeug von einer syrischen Rakete. In der Nähe soll sich nach russischen Angaben aber auch ein israelisches Kampfflugzeug befunden haben. Russland warf Israel daher vor, damit eine gefährliche Situation in der Luft geschaffen zu haben, die zu dem Zwischenfall geführt habe.

Israel hatte sich dafür eingesetzt, dass Syrien das russische S-300-System nicht erhält. Es befürchtet die Einschränkung seiner Möglichkeiten, mit der Luftwaffe gegen einen militärischen Aufmarsch Irans und der Hisbollah-Miliz an seiner Grenze vorzugehen. Bislang war Russland dem israelischen Wunsch auch entgegengekommen. Der Zwischenfall in der vergangenen Woche habe aber die Notwendigkeit gezeigt, dass Russland angemessene Maßnahmen ergreifen müsse, um seine Truppen zu schützen, sagte Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Auch Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow betonte, mit den Raketen werde die Sicherheit des russischen Militärs erhöht. Die Entscheidung, die Luftabwehrraketen an Syrien zu liefern, richte sich nicht gegen ein drittes Land.

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