Kurssturz der Aixtron-Aktie

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Schwerer Rückschlag für den Spezialmaschinenbauer Aixtron. Ein chinesischer Kunde streicht einen Großauftrag zusammen. Die Aktie fällt wie ein Stein.

Eine Auftragsverlaust sorgt für Entsetzen unter Aixtron-Anlegern. Der Aktienkurs des TecDax-Konzerns bricht um fast 40 Prozent ein. In der Spitze stürzten die Papiere auf weniger als 4 Euro, nachdem sie am Vortag noch mit rund 7 Euro aus dem Handel gegangen waren.

Am Mittwochabend hatte Aixtron mitgeteilt, dass man sich mit dem chinesichen Kunden San’an Optoelectronics auf eine erhebliche Reduzierung des Auftragsvolumens geeinigt habe. Die Bestellung wurde von 50 auf 3 Maschinen, die bereits geliefert wurden, zusammengestrichen.

Der Spezialmaschinenbauer rechnet nun nur noch mit dem Erreichen des unteren Endes der ursprünglichen Umsatzprognose für 2015 von 190 bis 200 Millionen Euro. Experten waren bisher von 195,2 Millionen Euro ausgegangen. 2016 sollen die Erlöse stabil bleiben. Am Ziel, beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres die Gewinnschwelle zu erreichen, hält Aixtron aber fest.

“Eine echte Katastrophe”, sagte ein Experte am Donnerstagmorgen. Die Umsatzprognose für das kommende Jahr 2016 liege nun deutlich unter den Markterwartungen und lasse ein weiteres Verlustjahr erwarten. Zudem dürften Anleger ihre Hoffnungen auf Anschlussaufträge aufgeben. Er sagte: “Es gibt aktuell absolut keinen Grund, die Aktien zu kaufen”.

OnVista/dpa-AFX
Foto: Aixtron SE