Lanxess: 1 Milliarde Dollar für „margenstarke neue Anwendungsfelder“ ++ Akasol: 120 Euro je Aktie geboten ++ Vivendi: Papier schießt nach IPO-Plänen in die Höhe

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Lanxess: 1 Milliarde Dollar für „margenstarke neue Anwendungsfelder“ ++ Akasol: 120 Euro je Aktie geboten ++ Vivendi: Papier schießt nach IPO-Plänen in die Höhe

Microsoft-Gründer Bill Gates will beim Kampf gegen den Klimawandel eingreifen und will dazu in den kommenden fünf Jahren zwei Milliarden Dollar in entsprechende Start-Ups und andere Projekte investieren. Es gelte, mit Innovation eine Klimakatastrophe zu verhindern, sagte er dem „Handelsblatt“ (Montag). „Es ist nicht unmöglich, aber es ist sehr schwierig“, führte der Milliardär aus und forderte zugleich eine Verfünffachung staatlicher Forschungsinvestitionen weltweit in saubere Energien und andere Klimainnovation innerhalb des nächsten Jahrzehnts – nach seiner Schätzung jährlich mindestens 110 Milliarden Dollar.

Anlass der Forderung ist Gates‘ neues Buch „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“. Darin fordert er das Absinken der CO2-Emissionen bis 2050 auf null, um riesige Umwelt- und Wirtschaftsschäden zu vermeiden. „Wir müssen die physikalische Wirtschaft in einem Tempo verändern, wie noch nie in der Geschichte zuvor.“ Dazu seien etwa CO2-Steuern, Zertifikatehandel sowie alternative Energien wie Solar und Wind unverzichtbar.

Donald Trump ist vom Haken

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Knapp sechs Wochen nach der Erstürmung des Kapitols durch wütende Anhänger Donald Trumps hat der US-Senat den Ex-Präsidenten im Amtsenthebungsverfahren von der Verantwortung freigesprochen. Eine Mehrheit von 57 Senatoren stimmte zwar für eine Verurteilung des Republikaners, sie verfehlten damit aber die im Senat für eine Verurteilung nötige Zweidrittelmehrheit von 67 Stimmen. Nach nur fünf Verhandlungstagen befanden neben 50 Demokraten am Samstag (Ortszeit) lediglich sieben Republikaner Trump der „Anstiftung zum Aufruhr“ für schuldig.

Die Demokraten hatten das Amtsenthebungsverfahren wegen Trumps Rolle bei der gewaltsamen Erstürmung des Kapitols am 6. Januar angestrengt. Sie wollten damit auch erreichen, dass der inzwischen aus dem Amt geschiedene Präsident für künftige politische Ämter auf Bundesebene gesperrt wird. Nun bleibt es Trump möglich, sich bei der Wahl 2024 erneut um die Präsidentschaft zu bewerben.

Geführt wurde das sogenannte Impeachment-Verfahren im Senat. Die Kongresskammer nahm dabei die Rolle eines Gerichts ein. Obwohl auch viele Republikaner Trump für seine Rolle bei den Ereignissen am 6. Januar kritisiert hatten, schien eine Verurteilung unwahrscheinlich. Dafür hätten sich den Demokraten 17 Republikaner anschließen müssen. Die sieben republikanischen Abweichler sorgten allerdings dafür, dass die Abstimmung als das Amtsenthebungsverfahren eines Präsidenten mit den meisten Stimmen für einen Schuldspruch in die Geschichte eingehen wird.

Dax: Stimmung dreht schnell

Der deutsche Leitindex hat zum Start in die neue Handelswoche moderat zugelegt. Für einen weiteren Rekord reichte es bislang aber nicht. Im frühen Handel gewann der Leitindex 0,36 Prozent auf 14.100,72 Punkte. Vor einer Woche hatte er mit 14.169 Punkten sein bisheriges Rekordhoch erreicht. Im weiteren Wochenverlauf war er dann um die runde Marke von 14.000 Punkten gependelt. Den gleichen Kurs scheint der Leitindex auch heute einzuschlagen. Er kommt deutlich zurück.

Zu teuer sei der Dax derzeit trotz erhöhter Bewertung noch nicht, schrieb Ulrich Stephan, Anlagestratege der Postbank, in seinem Morgenkommentar. Der Markt sei offensichtlich der Auffassung, dass die Analystenprognosen für Gewinne und Dividenden zu pessimistisch seien. Dieser Einschätzung schließt sich der Experte vor dem Hintergrund der hohen Konjunkturabhängigkeit deutscher Unternehmen und der guten Wachstumsaussichten im weiteren Jahresverlauf an.

Im Gegensatz zum Dax erreichte der MDax für die mittelgroßen Werte am Montag wieder einen Rekord, zuletzt rückte er um 0,77 Prozent auf 32 845,89 Punkte vor. Beim Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 stand ein Plus von 0,4 Prozent zu Buche. Die jüngst in den USA wie auch hierzulande gestiegenen Zinsen und die Furcht vor einer anziehenden Inflation ließen die Anleger kalt.

Impulse von den Überseemärkten sind am Montag rar. In den USA ist Feiertag und auch in China und Hongkong wird wegen des Neujahrsfests weiter nicht gehandelt. In Japan schloss der Leitindex Nikkei-225 erstmals seit mehr als 30 Jahren über der Marke von 30 000 Zählern.

Lanxess: Übernahme für „margenstarke neue Anwendungsfelder“

Der Kölner Chemiekonzern will sein Consumer Protection-Geschäft rund um Desinfektions- und Konservierungsmittel mit einer Übernahme in den USA ausbauen. Für 1,04 Milliarden US-Dollar (867 Mio. Euro) soll Emerald Kalama Chemical gekauft werden, wie der Kölner Konzern am Sonntag mitteilte. Der Deal solle mit vorhandenen liquiden Mitteln finanziert und voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2021 vollzogen werden. „Wir (…) erschließen margenstarke neue Anwendungsfelder, etwa in der Lebensmittelindustrie und der Tiergesundheit, sagte Lanxess-Chef Matthias Zachert laut Mitteilung. Darüber werde die Präsenz in der Wachstumsregion Nordamerika vergrößert.

Spekulationen über ein Interesse an dem Unternehmen, das unter anderem Konservierungsstoffe für Lebensmittel, Haushalt und Kosmetik, Aroma- und Duftstoffe sowie Produkte für Tiernahrung herstellt, hatte es bereits Ende 2020 gegeben.

Emerald Kalama Chemical beschäftige weltweit rund 500 Mitarbeiter und betreibe drei Produktionsstandorte in den USA, den Niederlanden und Großbritannien, hieß es weiter. Das Unternehmen erzielte den Angaben zufolge 2020 einen Umsatz von rund 425 Millionen US-Dollar und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen von etwa 90 Millionen Dollar.

Durch Einsparungen im Zuge der Übernahme erwartet Lanxess innerhalb von drei Jahren nach Abschluss der Transaktion einen zusätzlichen jährlichen Ebitda-Beitrag von rund 30 Millionen Dollar, also rund 25 Millionen Euro. Dabei kalkuliert das Management laut einem Unternehmenssprecher mit zwei Dritteln durch direkte Einsparungen und einem Drittel durch Umsatzsynergien, also etwa weil das kombinierte Angebot beider Unternehmen die Verkaufsmöglichkeiten verbessert. Die Übernahme soll zudem bereits im ersten Geschäftsjahr nach Abschluss der Transaktion einen Beitrag zum Gewinne je Aktie liefern.

Akasol: 120 Euro je Aktie geboten

Der hessische Batteriehersteller steht vor einer Übernahme aus den USA. Der US-Autozulieferer BorgWarner will das Unternehmen für knapp 730 Millionen Euro kaufen. Den Anteilseignern werde 120 Euro je Aktie geboten, teilte Akasol am Montag in Darmstadt mit. Die Offerte liege rund ein Viertel über dem durchschnittlichen Niveau der vergangenen drei Monate. Am Freitag hatte die Aktie zum Xetra-Handelsschluss etwas mehr als 104 Euro gekostet und damit mehr als doppelt so viel wie beim Börsengang im Jahr 2018.

Die Übernahme aller Aktien würde BorgWarner rund 730 Millionen Euro kosten. Da Unternehmensgründer und Konzernchef Sven Schulz, der rund 47 Prozent der Anteile hält, und andere Gründer ihre Aktien verkaufen werden, hat sich der US-Konzern bereits 59 Prozent der Akasol-Papiere gesichert. Damit ist die von BorgWarner gesetzte Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus eine Aktie bereits erreicht. Zudem befürworten der Aufsichtsrat und Vorstand und Akasol das Angebot.

Das 2008 gegründete Unternehmen stellt Batteriesysteme für Busse, Bahnen, Lastwagen, Industriefahrzeuge sowie Schiffe her und will von der zunehmenden Elektrifizierung schwerer Fahrzeuge profitieren. Zu den Kunden gehören unter anderem Konzerne wie Daimler, Alstom und Volvo. Das Unternehmen wuchs zuletzt kräftig, steckt aber in den roten Zahlen. Die Mitarbeiterzahl lag Ende September 2020 bei rund 300.

Kurz & knapp:  

SFC Energy: Das Unternehmen veröffentlicht heute seine vorläufige Konzernzahlen, die Prognose für 2021 und eine neue strategische Mittelfristplanung 2025. Der vorläufige Konzernumsatz 2020 lag 53,2 Millionen Euro etwas mehr als 9 Prozent unter dem Vorjahreswert von 58,5 Millionen Euro. Damit allerdings im Rahmen der Erwartungen des Unternehmens. Das vorläufige bereinigte EBITDA liegt bei 2,9 Millionen Euro und damit 19,4 Prozent unter dem Wert im Vorjahreszeitraum von 3,6 Millionen Euro. SFC Energy geht mit einem beschleunigten Wachstumsplan mit einem „überproportionalem Umsatzanstieg“ auf rund 350 bis 400 Millionen Euro bis 2025.

Daimler: Die Stuttgarter rufen in den USA knapp 1,3 Millionen Fahrzeuge von Mercedes-Benz wegen eines möglichen Problems mit dem automatischen Notrufsystem zurück. Der Fehler könnte dazu führen, dass das System bei einem Unfall eine falsche Position des Fahrzeugs melde, hieß es in einem Statement des Autobauers. Fälle, in denen es im Zusammenhang mit dem Problem zu Sach- oder Personenschäden gekommen sei, seien Mercedes-Benz USA aber nicht bekannt, erklärte das Unternehmen. Nach Angaben der US-Behörden sind zahlreiche Modelle der Baujahre 2016 bis 2021 von der kompakten A- bis zur S-Klasse betroffen. Ein Update der Software des Notrufsystems soll Abhilfe schaffen.

Vivendi: Der französische Medienkonzern steckt den Rahmen für den geplanten Börsengang seiner Musiktochter UMG ab. Wie Vivendi am Samstag in Paris mitteilte, könnten 60 Prozent des Kapitals von Universal Music (UMG) bis Jahresende an die Aktionäre des Konzerns verteilt werden. Vor der Mitteilung sei noch die Umsetzung des Ende 2020 angekündigten Verkaufs eines 10-prozentigen UMG-Anteilspakets an ein vom chinesischen Internet-Giganten Tencent angeführtes Konsortium abgewartet worden, der UMG mit einem Unternehmenswert von 30 Milliarden Euro bewerte. Das Konsortium hält damit nun ein Fünftel an UMG. Die Vivendi-Aktionäre sollen am 29. März auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die Pläne für das Plattenlabel entscheiden, das unter anderen die Beatles, Lady Gaga oder Rihanna im Katalog hat. Die Aktie von UMG könnte an der Amsterdamer Euronext-Börse notiert werden. Der Börsengang solle nach Möglichkeit bis Ende 2021 über die Bühne gehen.

Redaktion onvista / dpa-AFX

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