Für einen optimalen Ausdruck erlauben Sie bitte den Druck von Hintergrundfarben und -bildern

Luftangriffe in Syrien lösen Streit in Deutschland aus

Reuters

Berlin (Reuters) - Nach dem Luftangriff in Syrien streiten in Deutschland die Parteien über den Einsatz des amerikanischen, britischen und französischen Militärs.

Luftangriffe in Syrien lösen Streit in Deutschland aus

Während sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag hinter den Militärschlag stellte, kritisierte die Linke einen völkerrechtswidrigen Angriff. Die Grünen warnten vor einer militärischen Eskalation. Führende Unionspolitiker rechtfertigten den Angriff mit der Blockade des UN-Sicherheitsrates, in dem Russland Maßnahmen gegen die syrische Regierung mit einem Veto verhinderte.

"Wir unterstützen es, dass unsere amerikanischen, britischen und französischen Verbündeten als ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrats in dieser Weise Verantwortung übernommen haben", erklärte Merkel. Der Militäreinsatz sei angemessen, um das syrische Regime vor weiteren Verstößen zu warnen.

Bei den Attacken feuerten die drei westlichen Alliierten über 100 Geschosse auf Ziele in der Hauptstadt Damaskus und in anderen Orten in Syrien ab. Merkel erklärte, in Duma seien durch einen "abscheulichen Chemiewaffenangriff zahlreiche Kinder, Frauen und Männer ums Leben gekommen". Alle Erkenntnisse wiesen auf die Verantwortung des Assad-Regimes hin.

LINKE WERTET ANGRIFF ALS VÖLKERRECHTSWIDRIG

Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht verurteilte den Angriff als völkerrechtswidrig. Sie forderte die Bundesregierung in der "Heilbronner Stimme" auf, sich klar davon abzugrenzen, "dass Nato-Staaten Völkerrecht mit Füßen treten". Die AfD warf Merkel vor, den Militärschlag befürwortet zu haben, obwohl die Beweislage für eine Verantwortung der syrischen Armee äußerst dünn sei. Die katholische Kirche kritisierte die Luftschläge. "Militärschläge führen nicht zum Ziel", erklärte der Präsident der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock erklärte, Ziel dürfe nicht Vergeltung sein, sondern müsse es sein, das jahrelange Morden zu stoppen: "So furchtbar die Gräueltaten des syrischen Regimes und seiner Verbündeten sind, so falsch ist eine weitere militärische Eskalation." FDP-Chef Christian Lindner begrüßte zwar auf Twitter, dass der Giftgaseinsatz nicht folgenlos geblieben sei. Aber auch er warnte vor internationalen Konflikten.

Ähnlich wie andere in der Union verwies Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen darauf, dass der UN-Sicherheitsrat in der Frage von Giftgas-Angriffen in Syrien blockiert sei. "Deshalb ist es richtig, dass die USA, Frankreich und Großbritannien wohlüberlegt Maßnahmen ergriffen haben." Auch Außenminister Heiko Maas (SPD) argumentierte, der Angriff sei "ein angemessenes und erforderliches Signal" gewesen: "Es leistet einen Beitrag dazu, Wiederholungen dieses Leids zukünftig zu erschweren."

Das könnte Sie auch interessieren
Anzeige
Expertenprofil
Reuters

Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachter in Deutschland: Seit mittlerweile 49 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen, TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Außerdem ist im Frühjahr 2013 der neue Internet-Kanal KUTZER-TV auf Sendung gegangen.

Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur. Er betrachtet es als seine vorrangige Aufgabe, die Vermittlung von Wissen über die Zusammenhänge des Sparens und Anlegens zu unterstützen. Dabei ist der „Marktmensch“ ein bekennender Marktwirtschaftler, der mit großer Skepsis die zunehmende Regulierung der Märkte durch die Politik auf nationaler und europäischer Ebene betrachtet.

Kurs zu DAX Index

  • 12.538,70 EUR
  • 0,00%
21.04.2018, 02:00, BNP Paribas Indikation
Knock-Out Call auf DAX Anzeige
WKNFälligkeitKnock OutHebelGeldBrief
HU72TK open end 11.380,0000 9,99912,5212,53
HX1H15 open end 12.045,0000 19,9855,755,76
HX1LHD open end 12.480,8985 119,6090,491,30
weitere Produkte
Knock-Out Put auf DAX
WKNFälligkeitKnock OutHebelGeldBrief
HX1LSQ 13.760,0000 9,99912,4812,49
HW9YQL 13.140,0000 19,9986,246,25
HW9ZF9 open end 12.650,5179 141,3201,401,41
Allein maßgeblich sind der Basisprospekt und die endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen unter www.onemarkets.de. weitere Produkte

Zugehörige Derivate auf DAX (182.038)

Derivate-Wissen

Mit Kapitalschutz in den "DAX" investieren?

Mit Garantiezertifikaten können Sie ohne Kursrisiko in den "DAX" investieren.

Erfahren Sie mehr zu Garantie-Zertifikaten