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MÄRKTE AM MORGEN | Neue Turbulenzen in Sicht

BNP Paribas

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Politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine. Ob die Märkte allerdings auch die angespannte Lage in Rom und Madrid schnell zu den Akten legen werden, erscheint fraglich. Die Unsicherheit über den Zusammenhalt im Euroraum ist wieder deutlich gestiegen. Investoren sehen die Austrittswahrscheinlichkeit von Italien bei elf Prozent. Am Anleihemarkt setzte sich gestern der Ausverkauf italienischer Papiere fort, die richtungsweisende Rendite zehnjähriger Titel kletterte auf gut drei Prozent und damit das höchste Niveau seit fast vier Jahren. Der Risikoaufschlag gegenüber Bundesanleihen war zuletzt so hoch wie seit Ende 2013 nicht mehr. Interessant wird daher die geplante Auktion italienischer Staatsanleihen am späten Vormittag. Unter Druck steht zudem der Euro, die Gemeinschaftswährung notiert gegen den Dollar auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2017. Flucht in Sicherheit ist auch hier zu beobachten, Schweizer Franken und der japanische Yen profitieren.

Eklat rückt näher

Doch damit nicht genug, der Handelsstreit mit den USA sorgt ebenfalls für Molltöne. Sollte auf dem heutigen Treffen hochrangiger amerikanischer und EU-Politiker kein Durchbruch erzielt werden, treten ab Freitag Strafzölle auf Stahl und Aluminiumprodukte in den USA in Kraft. Zudem drohen auch den deutschen Autobauern und Zulieferunternehmen Zölle auf Lieferungen in die USA. Aktien von VW, Daimler, BMW und Continental stehen daher unter verschärfter Beobachtung. US-Präsident Donald Trump treibt zudem ungeachtet der jüngsten Verhandlungen seine Pläne voran, milliardenschwere Strafzölle gegen China zu verhängen.

Rückzug aus spekulativen Werten

Weltweit nehmen Investoren daher eine vorsichtigere Haltung ein. Von der Krisenstimmung wurde am Dienstag auch die Wall Street erfasst: Zeitweise notierte der Dow Jones zwei Prozent tiefer, zur Schlussglocke stand ein Minus von 1,6 Prozent. Technologieaktien hielten sich hingegen recht gut, der Nasdaq 100-Index büßte nur um 0,5 Prozent ein. Aus Branchensicht standen wie schon in Europa insbesondere Finanzwerte unter Druck, der S&P 500 Financial verlor 3,4 Prozent. Immobilienwerte hielten sich gut, die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Anleihen fiel auf 2,8 Prozent. In Japan dominieren ebenfalls tiefrote Vorzeichen: Der Nikkei rutscht um knapp zwei Prozent ab.

Unternehmensmeldungen spielen hingegen nur eine untergeordnete Rolle. Aktien von SAP könnten heute Rückenwind erfahren, Branchenkollege Salesforce präsentierte nach US-Börsenschluss gute Zahlen und rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit mehr Umsatz und Gewinn. Auf Interesse dürfte auch Bayer stoßen. Das US-Justizministerium genehmigte die Übernahme von Monsanto unter Auflagen. So müssen Geschäftsteile im Wert von rund neun Mrd. Dollar verkauft werden. Der DAX versucht sich vorbörslich an einer Stabilisierung und steht unverändert bei 12.670 Punkten.

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