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Marktüberblick (06. Juli 2016)

COMMERZBANK

Der deutsche Aktienmarkt geriet am Dienstag mit wiederkehrenden Sorgen um die Folgen des Brexit unter Druck. Der DAX sackte um 1,81 Prozent auf 9.533 Punkte ab. MDAX und TecDAX verloren 2,05 beziehungsweise 1,66 Prozent. Von den 110 größten heimischen Titeln schlossen 103 im Minus und lediglich sechs im Plus. Das Abwärtsvolumen betrug 98 Prozent. Alle DAX-Sektoren verzeichneten Abgaben. Am deutlichsten abwärts ging es mit Rohstoffwerten, Versicherern und Werten aus dem Automobilsektor. Vergleichsweise moderat gestaltete sich das Minus im Nahrungsmittel- und Getränke-Sektor. Im DAX stellten Beiersdorf und Vonovia mit 0,60 Prozent beziehungsweise 0,01 Prozent die einzigen Gewinner. Am anderen Indexende stürzte die Aktie von ThyssenKrupp um 6,61 Prozent ab. Das Papier litt unter einem negativen Analystenkommentar. Deutsche Börse verlor 3,20 Prozent. Nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung deutete der Konzern an, dass eine Verlagerung des geplanten Firmensitzes aus London nach der Fusion mit der LSE denkbar sei. Die Aktie befindet sich nun in einer langfristig bedeutsamen Unterstützungszone (69,80-70,86 EUR), deren nachhaltige Verletzung eine über ein Jahr andauernde charttechnische Topbildung komplettieren würde.

An der Wall Street büßte der Dow Jones Industrial 0,60 Prozent auf 17.841 Punkte ein. Auch der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,60 Prozent auf 4.411 Zähler. 72 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Abgaben. Das Abwärtsvolumen lag bei 78 Prozent. 231 neuen 52-Wochen-Hochs standen 27 neue Tiefs gegenüber. Aufschläge von jeweils über einem halben Prozent verzeichneten die klassischen defensiven Sektoren Versorger, Immobilien und nicht-zyklische Konsumgüter (Consumer Staples). Alle anderen Sektoren lagen mehr oder weniger im Minus, allen voran Energie, Finanzen und Rohstoffe. Johnson & Johnson, Procter & Gamble und Coca-Cola stellten die drei größten Dow-Gewinner, während JP Morgan, Caterpillar und Goldman Sachs die Schlusslichter bildeten.

Der US-Dollar wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Yen auf. Der Dollar-Index, der die Entwicklung des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs anderen Währungen widerspiegelt, stieg um 0,63 Prozent auf 96,16 Punkte. EUR/USD fiel um 0,67 Prozent auf 1,1073 USD. Im Tagesverlauf handelte das Währungspaar zwischen 1,1066 USD und einem 7-Tages-Hoch bei 1,1185 USD. Im Fokus des Devisenhandels stand das weiter einbrechende Pfund Sterling. Zum US-Dollar fiel die Inselwährung auf ein 30-Jahres-Tief. Stark gesucht war hingegen der sichere Hafen des Yen. Er stieg gegenüber dem US-Dollar auf ein 2-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat Nippons Valuta um über 16 Prozent zugelegt.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise brach vor allem aufgrund nachgebender Energierohstoffe und eines festen US-Dollars um 3,16 Prozent auf 364,53 Punkte ein. Er notiert damit wieder im Bereich des Brexit-Tiefs. Brent-Öl verbilligte sich um 4,11 Prozent auf 48,04 USD. Die US-Sorte WTI notierte 4,59 Prozent tiefer bei 46,74 USD. US-Erdgas brach um 7,50 Prozent auf 2,76 USD ein. Kupfer verlor an der Comex 1,49 Prozent auf 2,18 USD. Die Edelmetalle konnten mit Ausnahme von Palladium deutliche Zugewinne verbuchen. Gold legte 1,39 Prozent auf 1.358 USD zu. Silber und Platin verteuerten sich um 2,03 beziehungsweise 1,91 Prozent. Palladium verbilligte sich hingegen um 0,35 Prozent.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um 4 Basispunkte auf ein Rekordtief bei minus 0,25 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab auf rekordniedrige minus 0,185 Prozent nach (Vortag: minus 0,137). Der Euro-Bund-Future legte um 0,42 Prozent auf ein Allzeithoch auf Schlusskursbasis bei 167,90 Punkten zu. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel auf ein Rekordtief bei 1,37 Prozent (1,46). Der globale Sturz der Anleiherenditen setzte sich im heutigen asiatischen Handel fort. Auch die Langläufer-Renditen in Japan und Australien markierten neue Rekordtiefs. Die 20-jährige JGB-Rendite fiel dabei erstmals in den negativen Bereich.

Die asiatischen Aktienmärkte gingen heute früh mit wieder gestiegenen globalen Wachstumssorgen auf breiter Front auf Tauchstation. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 1,82 Prozent auf 127,65 Punkte. Die rote Laterne in der Region hielt der Nikkei 225 aufgrund eines haussierenden Yen mit einem Abschlag von rund 2,7 Prozent.

Heute richtet sich der Blick zunächst auf die heimischen Daten zum Auftragseingang für den Mai. Die Markterwartung liegt bei einem saisonbereinigten Anstieg um 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im April waren die Orders um 2,0 Prozent zurückgegangen. In den USA stehen zunächst die Handelsbilanz für den Mai und der ISM-Index für den Servicesektor im Juni im Fokus. Am Abend wird die Fed das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung veröffentlichen.

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