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Marktüberblick (25.04.2016)

COMMERZBANK

Belastet von Gewinnmitnahmen orientierte sich der deutsche Aktienmarkt zum Ende der Woche abwärts. Der DAX litt vor allem unter schwachen Autowerten und büßte 0,59 Prozent auf 10.373 Punkte ein. Im Wochenvergleich konnte der Leitindex dennoch um 3,20 Prozent zulegen. MDAX und TecDAX verloren 0,48 beziehungsweise 0,57 Prozent. Im DAX standen 19 Verlierer nur elf Gewinnern gegenüber. Die rote Laterne hielt die Daimler-Aktie mit einem Kursrutsch von 5,12 Prozent. Die Anleger reagierten damit auf die Zahlen zum ersten Quartal. Trotz eines Absatzrekords war beim Stuttgarter Autohersteller der Gewinn um rund ein Drittel auf 1,4 Milliarden EUR eingebrochen. Belastend wirkte ferner das Bekanntwerden von Untersuchungen in den USA im Zusammenhang mit Abgaswerten. Volkswagen-Papiere endeten nach zwischenzeitlich wesentlich deutlicheren Abgaben mit einem Minus von 1,25 Prozent. Das Unternehmen wies für 2015 wegen des Abgasskandals mit 1,58 Milliarden EUR den größten Verlust der Firmengeschichte aus und kürzte die Dividende massiv. An der DAX-Spitze konnte die Merck-Aktie nach einer positiven Analysteneinschätzung um 4,29 Prozent zulegen. ThyssenKrupp kletterte um 2,04 Prozent. Im MDAX verlor Ströer nach Bilanzvorlage 2,36 Prozent. Dabei hatte der Werbevermarkter eigenen Angaben zufolge den besten Jahresstart der Geschichte verzeichnet.

An der Wall Street endeten die Indizes uneinheitlich. Während sich der Dow Jones Industrial ein Plus von 0,11 Prozent erkämpfte und bei 18.004 Punkten aus dem Handel ging, verbuchte der technologielastige Nasdaq 100 ein kräftiges Minus von 1,46 Prozent und schloss bei 4.474 Zählern. Für schlechte Stimmung sorgten enttäuschende Quartalsberichte von den Tech-Schwergewichten Microsoft und der Google-Holding Alphabet. Einen weiteren Dämpfer lieferte der Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe. Er gab im April von zuvor 51,5 auf 50,8 Punkte nach. Experten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 52,0 Zähler gerechnet. Die Microsoft-Aktie sackte um 7,17 Prozent ab und bildete damit das Schlusslicht sowohl im Dow als auch im Nasdaq 100. An der Dow-Spitze verzeichnete Coca-Cola nachrichtenlos einen Kursanstieg von 2,01 Prozent. Alphabet ging mit einem Abschlag von 5,41 Prozent aus dem Handel. Starbucks verlor nach ebenfalls enttäuschenden Quartalszahlen 4,88 Prozent. Daneben gingen auch Visa, General Electric, Caterpillar und American Airlines nach schwachen Zahlen mit Verlusten ins Wochenende. Grund zur Freude hatten hingegen die Aktionäre von AMD. Der Intel-Konkurrent schlug mit seiner Bilanz die Markterwartung deutlich, was der Aktie eine Kursexplosion um rund 52 Prozent einbrachte.

Der US-Dollar präsentierte sich am Freitag gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen fest. Der Dollar-Index stieg den dritten Tag in Folge um 0,48 Prozent auf ein 3-Wochen-Hoch bei 95,11 Punkten. Der Euro gab gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Yen nach. EUR/USD fiel um 0,55 Prozent auf ein 3-Wochen-Tief bei 1,1224 USD. Im Tagesverlauf schwankte die Notierung zwischen 1,1218 USD und 1,1308 USD. Auffällige Schwäche zeigte der Yen nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg. Demnach erwägt die Bank of Japan ihre Geldpolitik noch weiter zu lockern. Sehr fest tendierte das Britische Pfund. Hier stützten neue Umfragen zum im Juni anstehenden Brexit-Referendum. Demnach haben die Befürworter eines Verbleibs in der EU weiterhin die Nase vorne. Der Zloty setzte seinen Abverkauf den zweiten Tag in Folge fort. Händler spekulieren nach zuletzt schwachen Konjunkturdaten darauf, dass die National Bank of Poland (NBP) ihren Leitzins weiter absenken wird.

Bei den Rohstoffpreisen überwogen mit Ausnahme des Energiebereiches und der Industriemetalle aufgrund des steigenden US-Dollars die negativen Vorzeichen. Daneben spielten auch Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally eine bedeutende Rolle. Der S&P GSCI Rohstoffindex setzte seine Konsolidierung unter dem am Vortag erreichten 5-Monats-Hoch fort und endete 0,10 Prozent schwächer bei 347,98 Punkten. Auf Wochensicht rückte das Barometer für 24 Spotpreise die dritte Woche in Folge um diesmal 3,49 Prozent vor. BrentÖl notierte 1,30 Prozent höher bei 45,11 USD. Die US-Sorte WTI verteuerte sich um 1,27 Prozent auf 43,73 USD. Laut Baker Hughes fiel die Zahl aktiver US-Bohrlöcher die fünfte Woche in Folge auf den niedrigsten Stand seit November 2009. Waren vor einem Jahr noch 703 Bohrlöcher aktiv, so sind es nun nur noch 343. US-Erdgas stieg um 2,67 Prozent auf 2,26 USD. Kupfer legte um 0,60 Prozent auf 2,26 USD zu. Die Edelmetalle standen durch die Bank unter Druck. Gold gab um 1,62 Prozent auf 1.230 USD nach. In Euro fiel es um 0,80 Prozent auf 1.097 EUR. Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,63 und 2,01 Prozent.

An den asiatischen Aktienmärkten orientierten sich die Kurse heute Morgen ganz überwiegend südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index verlor 0,42 Prozent auf 132,52 Punkte. Die Börsen in Australien und Neuseeland blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf den ifo-Geschäftsklimaindex für April. Deutschlands meistbeachteter konjunktureller Frühindikator wird von Experten im Schnitt bei 107,0 Punkten gesehen nach 106,7 Punkten im Vormonat. Von der Unternehmensseite stehen Covestro und Philips Electronics mit Quartalszahlen im Fokus.

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