Militärregierung in Myanmar will Stabilität vor Besuch von Asean-Gesandtem

Reuters

(Reuters) - In Myanmar will die Militärregierung nach eigener Darstellung vor einem Besuch eines Asean-Sondergesandten Stabilität herstellen.

Myanmar werde in dieser Hinsicht mit den Asean-Staaten zusammenarbeiten und die Visite erlauben, wenn ein bestimmtes Niveau an Sicherheit und Stabilität erreicht sei, sagte ein Sprecher der Militärregierung am Freitag in einer im Fernsehen übertragenen Unterrichtung. Auf den Besuch eines Gesandten des Verbandes Südostasiatischer Nationen (Asean) hatten sich die Organisation und ihr Mitglied Myanmar vergangenen Monat verständigt. Die Visite ist einer von mehreren Punkten, auf die sich der Asean-Gipfel geeinigt hatte, um die seit Monaten anhaltende Krise in Myanmar zu lösen.

Am 1. Februar hatte das Militär geputscht, die zivile Regierung abgesetzt und die bisherige De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi in Gewahrsam genommen. Sie steht wegen diverser Vorwürfe vor Gericht.

Seit dem Putsch finden sich fast jeden Tag Menschen zu Massenprotesten zusammen. Zudem kommt es in mehreren Städten des Landes in jüngster Zeit immer wieder zu kleineren Explosionen. Die Militärführung wirft der pro-demokratischen Protestbewegung vor, sie sei für die Sprengsätze verantwortlich. Die Regierung der Nationalen Einheit, die vor einigen Wochen als Gegenregierung installiert wurde, hält die Sprengsätze dagegen für vom Militär inszeniert und für seinen Versuch, an der Macht festzuhalten.

Nach Angaben der Hilfsorganisation für politische Gefangene AAPP wurden bislang rund 770 Menschen bei Demonstrationen von den Sicherheitskräften getötet. Rund 3700 Menschen seien festgenommen worden.

Weitere News

weitere News
Weitere Reuters-News
alle Artikel anzeigen

Derivate-Wissen

Sie glauben, der Kurs des "DAX" fällt?

Mit Put Knock-Out Zertifikaten können Sie von fallenden Index-Kursen profitieren.

Erfahren Sie mehr zu Knock-Out-Zertifikaten