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Mindestens eine Tote bei Unruhen in US-Stadt Charlottesville

Reuters

Charlottesville (Reuters) - Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Rechtsextremen und Gegendemonstranten in der US-Stadt Charlottesville ist am Samstag nach Polizeiangaben mindestens eine Frau getötet worden.

Beim Absturz eines Polizeihubschraubers in der Nähe kamen zwei weitere Menschen ums Leben, wie die Luftfahrtbehörden mitteilten. Ob der Absturz mit den Unruhen zusammenhängt, war jedoch zunächst nicht klar. 30 Menschen seien bei den Auseinandersetzungen verletzt worden, teilte die Polizei weiter mit. Der Gouverneur des Bundesstaates Virginia, Terry McAuliffe, machte Neo-Nazis für die Gewalt verantwortlich. Er rief den Ausnahmezustand über die Stadt aus. US-Präsident Donald Trump rief die Amerikaner zur Einigkeit auf.

In der Innenstadt von Charlottesville waren Hunderte Menschen, die zum Teil Symbole von weißen Nationalisten trugen, mit einer ähnlichen Zahl von Gegendemonstranten aneinandergeraten. Mitglieder beider Gruppierungen trugen Helme und Schutzanzüge, einige schwenkten Holzpfosten. Die Rechtsextremen der "white supremacy"-Bewegung protestieren gegen die geplante Entfernung einer Statue von General Robert E. Lee, der im amerikanischen Bürgerkrieg die Truppen der Konföderierten anführte.

Bei der Getöteten handele es sich um eine 32-jährige Frau, sagte der Polizeichef der Stadt, Al Thomas. Sie sei von einem Auto erfasst worden. Der Fahrer des Fahrzeugs befinde sich in Polizeigewahrsam. Es seien Mordermittlungen aufgenommen worden. Auf Videos war zu sehen, wie ein silberfarbenes Auto mit hohem Tempo in eine Gruppe von augenscheinlichen Gegendemonstranten fuhr. Dabei wurden Menschen durch die Luft geschleudert. Der Stadtrat ermächtigte am Abend den Polizeichef dazu, eine Ausgangssperre zu verhängen.

Gouverneur McAuliffe sagte vor Journalisten, er habe eine Botschaft an die Nazis: "Geht heim - Ihr seid nicht erwünscht in diesem großartigen Gemeinwesen." Trump sprach von einem "ungeheuerlichen Ausbruch von Hass, Fanatismus und Gewalt auf vielen Seiten." Auf die Zwischenfrage eines Journalisten, ob er sich deutlich genug gegen die weißen Nationalisten gestellt habe, reagierte Trump nicht. Prominenten Demokraten, Bürgerrechtlern und auch einigen Republikanern reichte das nicht. Es sei unentschuldbar, dass der Präsident die "white supremacy"-Bewegung nicht verurteilt habe. Anhänger der ultra-nationalistischen Alt-Right-Bewegung, haben sich seit dem Wahlsieg Trumps verstärkt in der Öffentlichkeit gezeigt.

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