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Ministerium - Rettungsflüge für Ebola-Helfer gesichert

Reuters

Berlin (Reuters) - Das Bundesverteidigungsministerium hat einen Bericht zurückgewiesen, dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Rettungsflüge für freiwillige deutsche Helfer in der Ebola-Region nicht sicherstellen könne. Das sei Unsinn, erklärte das Ministerium am Mittwoch.

Die Bundeswehr habe bereits vorige Woche erfolgreich den Einbau von Isolierzellen in einen für medizinische Rettungsflüge ausgerüsteten Airbus erprobt. Die Beschaffung von 20 Isolierzellen sei eingeleitet. Nach derzeitiger Planung sei der MedEvac-Airbus in der kommenden Woche und damit weit vor dem ab Mitte November geplanten Einsatz der ersten Freiwilligen für den Rücktransport von Ebola-Infizierten ausgerüstet.

Für den Transport von schwer erkrankten und hochinfektiösen Patienten sehe die Planung der Bundesregierung den Transport durch ein Spezialflugzeug mit fest eingebautem Behandlungsraum vor, teilte das Ministerium weiter mit. Dieser Teil der Rettungskette werde durch einen amerikanischen zivilen Dienstleister gewährleistet, der bereits mehrere Evakuierungsflüge nach Deutschland vorgenommen habe. Das Auswärtige Amt arbeite mit Hochdruck daran, für Deutschland ein vergleichbares eigenes System zu beschaffen.

SPD: HELFER MÜSSEN WISSEN, WORAN SIE SIND

Die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD, Christine Lambrecht, sagte, von der Leyen werde sich auch zu diesem Thema sicherlich in der Aktuellen Stunde des Bundestages äußern, in der es am Nachmittag um die Ausrüstungsmängel der Bundeswehr gehen soll. Die Helfen müssten "wissen, woran sie sind".

Unter Berufung auf ein Schreiben des Verteidigungs-Staatsskretärs Markus Grübel hatte "Spiegel Online" berichtet, von der Leyen müsse ihr Rettungs-Versprechen für Ebola-Helfer noch vor Beginn des Einsatzes zurücknehmen. Im dem auch Reuters vorliegenden Schreiben vom 2. Oktober stellte Grübel fest, dass die Bundeswehr aktuell nicht über eigene Lufttransportmittel für Ebola-Patienten verfüge. Aber es würden Möglichkeiten geprüft, einen Transport solcher Patienten an Bord eines eigenen Flugzeug sicherstellen zu können.

(Reporter: Holger Hansen,; redigiert von Klaus-Peter Senger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1231 oder +49 30 2888 5168.)

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