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Moment Mal! Das sollte sich Wirecard-Partner Softbank nicht nachsagen lassen!

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Moment Mal! Das sollte sich Wirecard-Partner Softbank nicht nachsagen lassen!

Die aktuelle Berichtssaison hat definitiv einen neuen gefallenen Star gefunden. Na ja, nicht wirklich, aber zumindest für die vergangenen drei Monate. Die Softbank, der neue Ankerinvestor beim DAX-Konzern Wirecard, hat nämlich einen erheblichen Verlust geschrieben. Den größten in der Geschichte dieser gigantischen Beteiligungsgesellschaft, was nun zu einem unrühmlichen Rekord geführt hat.

Für dieses durchwachsene Zahlenwerk musste sich insbesondere einer ordentlich Kritik gefallen lassen: der Gründer und noch immer visionäre Lenker des Unternehmens, Masayoshi Son. Viele Beiträge sparen in diesen Tagen nicht mit Tadel an diesem Unternehmenslenker, in vielen Fällen zu Recht, in vielen dann doch eher nicht.

Räumen wir daher auf mit einigen Vorwürfen, die in diesen Tagen kursieren, und schauen einmal, was bei dieser spannenden Beteiligungsgesellschaft wirklich wichtig wird.

1. Softbank befindet sich in ihrer schwierigsten Krise

Eine erste These, die man in diesen Tagen ein ums andere Mal liest, ist, dass sich die Beteiligungsgesellschaft in ihrer bisher schwierigsten Krise befinden würde. Die Japaner hätten demnach insbesondere mit dem hohen, rekordverdächtigen Verlust gezeigt, dass der Zenit überschritten sei. So mancher nimmt sogar das Wörtchen Blase im Portfolio in den Mund.

Nun, um es an dieser Stelle kurz zu machen: Nein, die Softbank befindet sich nicht in ihrer größten Krise. Mit Abstand nicht. Natürlich hat es in diesen Tagen signifikante Wertberichtigungen gegeben und die Japaner mussten einen Rekordverlust hinnehmen. Nichtsdestoweniger ist all das relativ.

In den vergangenen Jahren hat sich schließlich der Wert dieser Beteiligungsgesellschaft beziehungsweise der jeweiligen Portfolios vervielfacht und gemäß dieser großen Positionen sind stetig höhere Verluste (in Ausnahmen) sowie stetig höhere Gewinne irgendwie prädestiniert. Der Zinseszinseffekt führt schließlich langfristig dazu, dass der Wert der Beteiligungen immer weiter steigt. Selbst kleinere prozentuale Anstiege oder Verluste können daher absolut gesehen größer wirken als heftige Bewegungen noch vor zwanzig Jahren. Die Wahrnehmung und auch solche effekthaschende Schlagzeilen verzerren daher das aktuelle Bild. Auch wenn der Rekordverlust gemessen am Buchwert dennoch real ist.

2. Uber und WeWork führen Softbank in eine Krise

Eine weitere Schlagzeile oder Meinung, die man in diesen Tagen liest, ist außerdem, dass die Beteiligungen an Uber und WeWork Softbank in eine Krise stürzen würden. Alleine bei WeWork habe es milliardenschwere Abschreibungen gegeben. Ja, sogar ein weiteres milliardenschweres Rettungspaket, das hier zur Sanierung des Unternehmens gezahlt worden sei. Perlen vor die Säue? Das werden wir in einigen Monaten sehen.

Nichtsdestoweniger sollten Investoren hier allerdings nicht vergessen, dass der sogenannte Vision Funds lediglich ein zugegebenermaßen spekulativer Teil dieser Beteiligungsgesellschaft ist. Neben diesem spekulativen Bereich existiert allerdings noch ein weiterer, der viele normale, weniger spekulative Beteiligungen umfasst. Wie beispielsweise ein gewaltiges Aktienpaket an Alibaba, das womöglich der größte Erfolg dieser Gesellschaft ist.

Die spekulativen Beteiligungen bilden daher lediglich einen Teil dieser Erfolgsgeschichte. Auch wenn hier einige Dinge manchmal danebengehen können, wie zuletzt eben bei WeWork oder auch Uber, wo der Börsenwert inzwischen eingebrochen ist, existieren jedoch weitere starke Beteiligungen, die hier den nicht im Fokus befindlichen Kern symbolisieren.

3. Masayoshi Son hat seine Vision verloren

Ein dritter Vorwurf, der zumindest unterschwellig mitschwingt, beispielsweise in Schlagzeilen wie „Der unbeirrbare Masayoshi Son“, dürfte zudem sein, dass das Management beziehungsweise der Visionär hinter der Softbank möglicherweise seine Vision verloren hat. Eine Sorge, die in diesen Tagen gewiss auch so einige Investoren teilen.

Auch wenn man diese Frage gewiss erst in der Retrospektive beantworten kann, sollten Investoren hier dennoch ein paar Dinge bedenken. Der Funktionär hat zum einen zugegeben, dass er in den vergangenen Wochen und Monaten nicht alles richtig gemacht hat und dass es Dinge gibt, die er bereut. Das deutet zumindest auf eine weiterhin vorhandene Kritikfähigkeit hin, die hier künftig vor weiteren Fehlgriffen schützen kann.

Des Weiteren versucht die Softbank gemäß der Aussagen ihres Chefs nichts weniger, als einen der führenden Internetkonzern der Welt zu kreieren, sowie eine Größe im Bereich der KI und dergleichen. Hier gibt es daher immer noch viel Fantasie, eine Vision und einen Funktionär, der noch lange keine Ruhe gibt. Gepaart mit Lernfähigkeit könnte das noch immer für eine goldene, erfolgreiche Zukunft sprechen, auch wenn es Perioden gibt, in denen die Beteiligungsgesellschaft danebenliegt.

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Vincent besitzt Aktien von Alibaba und Wirecard. The Motley Fool empfiehlt Aktien von Softbank und Uber Technologies. 

Motley Fool Deutschland 2019

Foto: The Motley Fool

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