Myanmar - Trotz Polizeigewalt setzen Aktivisten Proteste fort

Reuters

(Reuters) - Ungeachtet des blutigen Vorgehens der Einsatzkräfte in Myanmar kündigen die Aktivisten weitere Demonstrationen gegen das Militärregime an.

"Uns ist klar, dass wir jederzeit mit scharfer Munition erschossen werden können. Aber es hat auch keinen Sinn, unter der Junta am Leben zu bleiben, deshalb wählen wir diesen gefährlichen Weg, um dem zu entkommen," sagte der Aktivist Maung Saungkha der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. "Wir werden die Junta auf jede Weise bekämpfen, die wir können", ergänzte er. Bereits am Donnerstag sollen die Proteste fortgesetzt werden. Andere pro-demokratische Aktivisten berichteten in den sozialen Medien von mindestens zwei weiteren, für Donnerstag geplante Demonstrationen in Rangun.

Bei der Eskalation der Polizeigewalt gegen die Proteste am Mittwoch hatten Einsatzkräfte nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) 38 Menschen getötet. Eine Menschenrechtsgruppe und Medien gaben davon abweichende Zahlen von Verwundeten und Getöteten an. Unter den Toten seien vier Kinder, teilte eine Hilfsorganisation mit. Lokale Medien berichteten, dass Hunderte von Demonstranten verhaftet wurden.

Die Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen (UN) für Myanmar, Christine Schraner Burgener, sagte, dass sie den stellvertretenden Chef des Militärs in Myanmar, Soe Win, gewarnt habe, dass das Militär als Vergeltung für den Coup wahrscheinlich mit harten Maßnahmen einiger Länder und Isolation rechnen müsse. "Die Antwort war: 'Wir sind an Sanktionen gewöhnt, und wir haben überlebt. Wir müssen lernen, nur wenige Freunde an unserer Seite zu haben," erklärte sie Reportern in New York. Der UN-Sicherheitsrat wird sich am Freitag in einer geschlossenen Sitzung mit Myanmar befassen.

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