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Nach fünf Rücksetzern in Folge: Dax-Anleger bleiben vorsichtig

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Die Risiken am deutschen Aktienmarkt werden größer. Das bekommt der Dax zu spüren, trotz der guten Daten zum Wirtschaftswachstum in Deutschland.

Nach fünf Rücksetzern in Folge: Dax-Anleger bleiben vorsichtig

Nach dem jüngsten Rückschlag zeichnen sich für den Dax am Dienstag keine großen Sprünge ab. Immerhin startete der deutsche Leitindex mit leichten Gewinnen in den Handelstag und stieg wieder über die Marke von 13.100 Punkten. Am Tag zuvor hatte er den fünften Handelstag in Folge nachgegeben und war im Handelsverlauf mehrfach unter 13.000 Punkte gesackt, bevor er sich letztlich ein Stück von dieser Marke nach oben hin absetzte. Am Ende stand ein Abschlag von 0,4 Prozent auf 13.074 Punkten.

Statt wie lange zuvor bei fallenden Kursen wieder zuzugreifen und Kaufgelegenheiten zu sehen, halten sich Anleger inzwischen zunehmend mit Engagements zurück. Chartexperten verweisen auf den sich eintrübenden Trend und das Austesten der psychologisch wichtigen Marke von 13.000 Punkten. “Diese Marke wackelt”, warnt etwa Analyst Christian Schmidt von der Helaba.

US-Börsen leicht im Plus

An der Wall Street haben die Anleger ihre zögerliche Haltung zu Wochenbeginn nicht aufgegeben. Nach zuletzt zwei schwachen Tagen schaffte der Dow Jones Industrial am Montag aber immerhin wieder ein knappes Plus. Er ging 0,1 Prozent höher bei 23.440 Punkten über die Ziellinie. Seit seinem Rekordhoch, das er in der Vorwoche bei 23.602 Punkten erreicht hatte, hat er aber immer noch fast 0,7 Prozent verloren. Auch die übrigen Indizes hielten sich am Montag letztlich knapp im Plus. Der S&P 500 legte um 0,1 Prozent auf 2585 Zähler zu. Der Nasdaq 100 verteidigte ein Plus von 0,1 Prozent auf 6316 Punkte.

Weil die Berichtssaison der Unternehmen langsam ausgelaufen ist, kamen von dieser Seite zu Wochenbeginn keine großen Impulse mehr. Neben den Bemühungen der US-Regierung um eine Steuerreform rechnen Experten damit, dass nun vorerst wieder die Zinspolitik stärker in den Blickpunkt rücken wird. Mit Spannung wird bereits auf Inflationsdaten am Mittwoch gewartet, die Aufschluss über das Tempo der Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed geben könnten.

Deutsche Wirtschaft schaltet Gang hoch

Mit Blick auf die Konjunkturdaten an diesem Morgen mehren sich in China die Zeichen für ein etwas langsameres Wirtschaftswachstum. Dagegen nahm die deutsche Wirtschaft im Sommer nach einer robusten ersten Jahreshälfte weiter Fahrt auf. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich im dritten Quartal um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im zweiten Vierteljahr war die deutsche Wirtschaft noch um 0,6 Prozent gewachsen. Zum Jahresbeginn legte das BIP nach korrigierten Zahlen sogar um 0,9 Prozent zu.

Volkswirte wurden von der positiven Entwicklung in den Monaten Juli bis September überrascht. Sie hatten für das dritte Quartal nur ein Wachstum um 0,6 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresquartal legte die Wirtschaft im dritten Quartal bereinigt um 2,8 Prozent zu. Hier hatten Volkswirte ebenfalls einen geringeren Zuwachs um 2,3 Prozent erwartet.

Steigende Gewinne

Aus dem Dax legten vor dem Börsenstart zudem noch drei Nachzügler ihre Quartalsberichte vor. Zugleich gibt es zahlreiche weitere Unternehmenszahlen aus den Nebenwerte-Indizes. Der Energiekonzern RWE hält nach den ersten neun Monaten weiter Kurs zu dem geplanten Milliardengewinn für 2017. Dank der Rückzahlung ungerechtfertigter Atomsteuern, höherer Energiepreise sowie der guten Entwicklung der Tochter Innogy lag der Nettogewinn in den ersten drei Quartalen mit 2,2 Milliarden Euro weit über den 11 Millionen aus dem Vorjahreszeitraum.

Der Persil-, Schwarzkopf- und Loctite-Hersteller Henkelbefindet sich im dritten Quartal weiter auf Wachstumskurs und ist zudem etwas optimistischer für den Gewinn im Gesamtjahr. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie werde 2017 nun um rund 9 Prozent höher erwartet, teilte der Konzern mit. Zuvor hatte Henkel eine Bandbreite von 7 bis 9 Prozent angegeben. Der Umsatz soll aus eigener Kraft weiterhin um 2 bis 4 Prozent zulegen.

Fallende Umsätze

Der schwächere US-Dollar hat den Chipkonzern Infineon im vierten Quartal belastet. Der Umsatz sank im Ende September geendeten Quartal daher leicht im Vergleich zum Vorquartal um 1 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte. Das für Infineon entscheidende operative Ergebnis, das Segmentergebnis, sank gegenüber dem Vorquartal ebenfalls leicht um 3 Prozent auf 328 Millionen Euro, die entsprechende Marge betrug 18 Prozent, nach 18,5 Prozent die drei Monate zuvor.

Im Blick stehen mit Zahlen zudem der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen, der als Dax-Anwärter gilt, sowie unter anderem der Stahlkonzern Salzgitter, die Aareal Bank, der Baudienstleister Bilfinger , die Internet- und Telekomunternehmen United Internet und Drillisch und mit gesenkten Jahreszielen der Windkraftanlagenhersteller Nordex.

onvista/dpa-AFX/Reuters
Foto: Deutsche Börse

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