Nahost-Gespräche unter russischer Vermittlung rücken näher

Reuters

Jerusalem (Reuters) - Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zeigt sich offen für neue Friedensgespräche mit den Palästinensern unter russischer Vermittlung.

Netanjahu habe seine Bereitschaft zu Verhandlungen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ohne jedwede Vorbedingungen gegenüber dem stellvertretenden russischen Außenminister Michail Bogdanow bekräftigt und prüfe daher das Vermittlungsangebot des russischen Präsidenten Wladimir Putin, teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten am Montag mit.

Putin hatte sich nach mehreren erfolglosen Vermittlungsbemühungen der USA selbst als Vermittler angeboten. Die letzte Runde offizieller Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern war 2014 gescheitert.

Die Regierungen in Moskau und Jerusalem haben ihre Beziehungen in den vergangenen Monaten deutlich intensiviert. Zur Abstimmung mit Putin reiste Netanjahu binnen Jahresfrist mehrfach nach Moskau. Auch telefonisch beraten beide regelmäßig über die Lage insbesondere im Syrien-Konflikt. Dabei geht es vor allem um die Vermeidung einer direkten militärischen Konfrontation in dem Nachbarland Israels. Russland unterstützt den syrischen Machthaber Baschar al-Assad auch militärisch. Auch Israel greift sporadisch mit einzelnen Luftschlägen gegen Waffenlieferungen an die mit Assad verbündete Hisbollah im Nachbarland militärisch ein oder startet zur Abschreckung Vergeltungsangriffe, wenn israelisches Gebiet von Raketen aus Syrien getroffen wird.

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