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Nahost-Konflikt: Ölpreise steigen – Iran droht mit Krieg ++ Klima-Strategie: „sehr harte“ Verhandlungen im Kabinett ++ Facebook: Treffen zischen Trump und Zuckerberg

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Nahost-Konflikt: Ölpreise steigen – Iran droht mit Krieg ++ Klima-Strategie: „sehr harte“ Verhandlungen im Kabinett ++ Facebook: Treffen zischen Trump und Zuckerberg

Der sogenannte Hexensabbat dürfte am Freitag das Geschehen am deutschen Aktienmarkt bestimmen. Am Mittag laufen an der Derivatebörse Eurex Terminkontrakte und Optionen auf die großen Aktienindizes aus, wie die auf den Dax und den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50. Vor diesem auch großer Verfall genannten Termin versuchen Anleger, die Kurse in die für sie vorteilhafte Richtung zu bewegen. Das führt in der Regel zu starken Kursbewegungen.

Unabhängig davon gibt Thyssenkrupp am Freitag seine Abschiedsvorstellung im Dax. Das Gründungsmitglied des deutschen Leitindex muss seinen Platz für den Triebwerkshersteller MTU räumen.

Ob der Dax seine starken Kursgewinne der letzten Tage halten kann, oder ob der Hexensabbat heute für eine Abwärtsbewegung sorgen wird, bleibt die spannende Frage. Im frühen Handel blickt der Leitindex jedenfalls noch optimistisch nach vorn, immer noch gestützt von der weiter gelockerten Geldpolitik der Notenbanken.

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Iran droht mit Krieg

Die Ölpreise sind am Freitag im frühen Handel gestiegen. Händler nannten die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Saudi-Arabien einerseits und Iran andererseits als Grund. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 64,73 US-Dollar. Das waren 33 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 52 Cent auf 58,65 Dollar.

Die politischen Spannungen nach dem Drohnenangriff auf Saudi-Arabien bleiben hoch. Am Donnerstag hatte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif für den Fall eines Militärschlags der USA und Saudi-Arabiens auf sein Land mit einem „umfassenden Krieg“ gedroht.

Die USA und Saudi-Arabien machen Iran für den Angriff auf saudische Ölanlagen vom vergangenen Wochenende verantwortlich. Der Angriff hatte einen erheblichen Teil der saudischen Ölproduktion beschädigt und am Rohölmarkt für zeitweise starke Preisanstieg gesorgt.

Wirtschaftsdaten flackern weiter – Produzentenpreise steigen nur schwach

Die Teuerung auf Herstellerebene nimmt in Deutschland weiter ab. Die Erzeugerpreise stiegen im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Das ist der schwächste Zuwachs seit November 2016. Analysten hatten im Mittel einen Anstieg um 0,5 Prozent erwartet.

Im Monatsvergleich fielen die Preise, die Hersteller für ihre Produkte erhalten, um 0,5 Prozent. Erwartet wurde ein Rückgang um 0,2 Prozent. Die Herstellerpreise schlagen teilweise und zeitverzögert auf die Verbraucherpreise durch, an der die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Weil auch die Verbraucherpreise seit längerem schwach oder allenfalls moderat steigen, hat die EZB ihre Geldpolitik extrem gelockert.

Harte Verhandlungen im Klimastreit

Nach mehr als 13-stündigen Dauerverhandlungen suchen die Spitzen der schwarz-roten Koalition weiter eine Einigung über eine Klima-Strategie. Die Verhandlungen seien „sehr hart“, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitagmorgen aus Verhandlungskreisen in Berlin. Union und SPD beraten inzwischen seit dem frühen Donnerstagabend im Kanzleramt. Die Beratungen verliefen sehr sachorientiert, seien aber sehr komplex, hieß es. Zugleich war von einer guten und konstruktiven Atmosphäre die Rede.

Im Vorfeld war bereits mit harten Verhandlungen über Kernpunkte wie einen Preis für den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) gerechnet worden. Benzin und Diesel, Erdgas, Heizöl und Kohle könnten über einen nationalen Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten teurer werden. Am Freitagnachmittag sollte die Klimastrategie nach einer weiteren Sitzung des Klimakabinetts der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Treffen zwischen Trump und Facebook-CEO im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zu einem Gespräch im Weißen Haus empfangen. Das Treffen mit dem Chef des Online-Netzwerks im Oval Office beschrieb Trump anschließend auf Twitter als „nett“. Facebook wiederum teilte mit, das Gespräch sei „gut und konstruktiv“ verlaufen.

Zuvor war Zuckerberg in Washington mit mehreren US-Senatoren zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Fragen rund um Sicherheit und Inhalte von Online-Netzwerken.

Facebook wird immer wieder von verschiedenen Seiten für das Löschen von Inhalten kritisiert. Deshalb soll zur Lösung solcher Konflikte eine unabhängige Instanz geschaffen werden. Facebook kann sich als Mitglieder dieses Gremiums unter anderem Juristen, Verleger oder Journalisten vorstellen.

Chinas Notenbank senkt die Zinsen nur minimal – Kein starkes Signal an die Märkte

Die chinesische Notenbank hat wegen der zuletzt schwachen Konjunkturdaten die geldpolitischen Zügel etwas gelockert. Der erst im August eingeführte Referenzzinssatz LPR für Kredite mit einer Laufzeit von einem Jahr sei um 0,05 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent gesenkt wurden, wie die Währungshüter am Freitag in Peking mitteilten. Der Fünfjahres-Satz blieb bei 4,85 Prozent. Volkswirte hatten größtenteils einen Schritt in dieser Größenordnung erwartet.

Der gemäßigte Schritt zeige, dass die Notenbank die Märkte nicht schon wieder enttäuschen wollte, sagte Macquarie-Experte Larry Hu. Die Währungshüter hatten die Zinssätze für Geldgeschäfte mit kurzer Laufzeit am sogenannten Geldmarkt am Dienstag und Donnerstag stabil gehalten, obwohl einige Investoren mit einer Senkung gerechnet hätten. Er zeige aber auch, dass die Notenbank kein starkes Signal senden wollte.

ING-Volkswirtin Iris Pang geht daher davon aus, dass die Senkung des einjährigen Referenzzinses nicht ausreicht, die Märkte zu beruhigen und das schwache Wachstum zu beleben. Um im laufenden Jahr das angepeilte Wachstum von mindestens sechs Prozent zu erreichen, müssten die Regierung und Notenbank bei der Geld- und Fiskalpolitik zusammenarbeiten. Daher sei bald mit weiteren geldpolitischen Lockerungen durch die Notenbank zu rechnen. Die Notenbank hatte die sogenannte Loan Prime Rate (LPR) erst im August eingeführt, um vor allem Kredite an kleine und mittlere Unternehmen zu erleichtern.

(onvista/dpa-AFX)

Titelfoto: Avigator Fortuner/ Shutterstock.com

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21.10.2019, 17:00, außerbörslich
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