Nestle und Roche bewahren Schweizer Börse vor Einbruch

Reuters

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich am Montag wesentlich besser geschlagen als viele andere europäische Handelsplätze.

Händler erklärten, die Anleger seien angesichts der Verschärfung der Coronavirus-Krise in Titel geflüchtet, die einem möglichen erneuten Konjunktur-Einbruch trotzen dürften. Solche Titel haben an der Schweizer Börse ein grosses Gewicht. Der SMI gab 0,4 Prozent auf 9986 Zähler nach. Das europäische Börsenbarometer Stoxx verlor dagegen 1,8 Prozent, weil die Corona-Neuinfektionen in vielen Ländern ungebremst steigen und die Hoffnungen auf ein US-Hilfspaket vor der Wahl zunehmend schwinden.

Kräftige Verluste verbuchten die Aktien von Schweizer Firmen, deren Geschäft überdurchschnittlich stark vom Gang der Wirtschaft abhängen. Der Zementriese LafargeHolcim sackte 3,4 Prozent ab, der Uhrenhersteller Swatch 2,5 Prozent. Von den 20 SMI-Werten liessen 17 Federn. Gegen den Abwärtstrend stemmten sich Roche, Swisscom und Nestle. Die Titel des Pharmakonzerns Roche waren mit einem Plus von 0,8 Prozent Tagessieger.

Bei den kleineren Firmen brachen Aryzta rund 15 Prozent ein. Nachdem die Übernahmegespräche mit dem US-Hedgefonds Elliott gescheitert waren, fehle nun die Fantasie in den Titeln der Backwarenfirma, sagten Händler.

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